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	<description>Fernreisen finden und Träume wahr werden lassen!</description>
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		<title>Mit dem Hund Urlaub machen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 18:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise-Ratgeber]]></category>

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		<description><![CDATA[Urlaub mit Hund geplant? Sie möchten Ihren besten Freund auch auf Reisen dabei haben? Und bislang sind Ihre Urlaube mit Hund gehörig in die Hose gegangen? Hörbuch-Ratgeber nebst eBook ist auf den Hund gekommen … Es ist echt nicht einfach, einen Urlaubsort ausfindig zu machen, an dem Ihr Vierbeiner sich genauso wohlfühlt wie Sie! Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Urlaub mit Hund geplant?<br />
Sie möchten Ihren besten Freund auch auf Reisen dabei haben?<br />
Und bislang sind Ihre Urlaube mit Hund gehörig in die Hose gegangen?</p>
<p>Hörbuch-Ratgeber nebst eBook ist auf den Hund gekommen …</p>
<p>Es ist echt nicht einfach, einen Urlaubsort ausfindig zu machen, an dem Ihr Vierbeiner sich genauso wohlfühlt wie Sie! Das ist wohl wahr. Aber mit den richtigen Anleitungen finden Sie garantiert die richtige Reise für Ihren „Bello“ und Sie. Ohne Wenn und Aber!  <span id="more-999"></span></p>
<p>Dieses Ratgeber-Duo zeigt Ihnen, auf welche Gegebenheiten Sie vor Ort achten sollten.<br />
Was zu beachten ist, wenn Sie Ihren Hund mit ins Ausland nehmen wollen und vieles mehr. </p>
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<br />
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		<title>Afrika</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 10:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Ethologie Im Altertum bezeichnete Africa nur das Gebiet des heutigen Tunesien, der Kontinent   wurde Libyen oder auch Die Hölle genannt. Der Name wurde vom römischen Senator und Feldherrn Scipio Africanus (Eroberer Karthagos) erstmals verwendet und könnte von  einem einheimischen Stamm abgeleitet sein oder auf dem phönizischen afar („Staub“),    dem griechischen aphrike („unkalt“), dem lateinischen aprica [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><strong>Ethologie</strong><br />
Im Altertum bezeichnete Africa nur das Gebiet des heutigen Tunesien, der Kontinent   wurde Libyen oder auch Die Hölle genannt. Der Name wurde vom römischen Senator und Feldherrn Scipio Africanus (Eroberer Karthagos) erstmals verwendet und könnte von  einem einheimischen Stamm abgeleitet sein oder auf dem phönizischen afar („Staub“),    dem griechischen aphrike („unkalt“), dem lateinischen aprica („sonnig“) oder dem lateinischen    Wort Afer (Plural: Afri) beruhen, was  soviel wie „Afrikaner, Punier“  bedeutet.</p>
<div class="mceTemp"><strong>Geographie</strong><br />
Afrika ist im Norden vom Mittelmeer, im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer umgeben. Die Sahara teilt den Kontinent in das hauptsächlich von Arabern bewohnte Nordafrika und das subsaharische Afrika (Schwarzafrika)</div>
<p>Geprägt wird der Erdteil von der kulturellen Vielfalt seiner unzähligen Völker, dem Erbe des Kolonialismus, den Folgen der extremen Armut weiter Teile der afrikanischen Bevölkerung sowie dem aktuellen Bemühen, Afrikas Marginalisierung in vielen Bereichen zu überwinden und nachhaltige Lösungen für seine zahlreichen Probleme zu finden.  <span id="more-747"></span></p>
<p>Die etwa 906 Mio. Einwohner (Stand Mitte 2005) machen 14 % der gegenwärtigen Weltbevölkerung aus, wobei dieser Anteil durch die hohen Geburtenraten in den nächsten Jahrzehnten vermutlich noch steigen wird.</p>
<p><strong>Lage</strong><br />
Afrika wird im Westen vom Atlantik, im Osten vom Indischen Ozean und dem Roten Meer und im Norden vom Mittelmeer begrenzt. Die Küstenlänge beträgt 30.490 km, was gemessen an der großen Fläche relativ wenig ist. Die einzige Landverbindung zu anderen Festlandmassen, bzw. zu Eurasien, bildet der Sinai, der zwischen Afrika und der Arabischen Halbinsel liegt. Europa liegt Afrika an der Straße von Gibraltar und der Straße von Sizilien am nächsten.</p>
<p>Der afrikanische Erdteil ist nur wenig gegliedert; er hat weniger Inseln und Halbinseln als alle anderen Kontinente. Die weitgehend unbesiedelte Sahara trennt das zum Mittelmeerraum gehörende Nordafrika vom südlich gelegenen Schwarzafrika (subsaharisches Afrika).</p>
<p>Der kleinste Staat auf dem Festland, Gambia, ist etwa so groß wie Zypern und der größte, Sudan, ungefähr acht mal so groß wie Deutschland. Die größte Insel ist Madagaskar, die vor der Südostküste Afrikas im Indischen Ozean (Indik) liegt. Die Kanarischen Inseln und die Städte Ceuta und Melilla sind Teile Spaniens; die Insel Madeira ist Teil Portugals. Diese Gebiete gehören somit zur Europäischen Union.</p>
<p><strong>Gewässer</strong><br />
• Der längste Strom Afrikas und zugleich der längste der Erde ist der Nil mit 6.671 km.<br />
  Er mündet in das Mittelmeer.<br />
• Am Oberlauf liegt der Viktoriasee (68.870 km²), der größte See Afrikas und nach dem<br />
  Kaspischen Meer und dem Oberen See der drittgrößte See der Erde.<br />
• Der zweitlängste Fluss Afrikas und der wasserreichste des Kontinents ist der Kongo mit<br />
  4.374 km. Er mündet in den Südatlantik.<br />
• Ein rechter Nebenfluss des Kongos ist die rund 350 km lange Lukuga, der einzige Abfluss<br />
  des ostafrikanischen Tanganjikasees, der mit 1.470 m zweittiefster See der Erde ist nach<br />
  dem Baikalsee (Sibirien).<br />
• Der Niger ist nach dem Nil und dem Kongo mit 4.184 km Länge der drittlängste Fluss bzw.<br />
  Strom in Afrika. Nach Verlassen des Kainji-Stausees mündet er in den Südatlantik. Sein<br />
  Einzugsgebiet beträgt 2.261.763 km².<br />
• Der Sambesi mit 2.736 km ist der viertlängste Fluss in Afrika und der größte afrikanische Fluss,<br />
  der in den Indischen Ozean fließt. Das Einzugsgebiet umfasst 1.332.574 km², was etwa<br />
  der Hälfte des Nils entspricht.<br />
• Der Malawisee mit 29.600 km² zählt mit 706 m zu den tiefsten Seen in Afrika. Sein Abfluss<br />
  ist der Shire-Fluss, der nach 402 km in den Sambesi mündet.</p>
<p><strong>Geologie</strong><br />
Im Norden Afrikas zieht sich das Atlas- oder Maghreb-Gebirge durch die Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, das zusammen mit den Alpen im Zuge der Annäherung der afrikanischen an die eurasische Platte entstanden ist.</p>
<p>Durch den Osten Afrikas zieht sich der Große Afrikanische Grabenbruch, welcher die Fortsetzung des Grabenbruchs unter dem Roten Meer ist und auf eine Abspaltung des Horns von Afrika und Arabiens vom Rest Afrikas hindeutet. Der dabei entstehende Vulkanismus hat unter anderem das Kilimandscharo-Massiv, das höchste Bergmassiv Afrikas, das Ruwenzori-Gebirge und das Mount-Kenya-Massiv geschaffen. Im weiteren Verlauf des Grabenbruchs liegen Rudolfsee, Kiwusee, Tanganjikasee und Malawisee sowie der Unterlauf des Sambesi.</p>
<p><strong>Gebirge und Berge</strong><br />
Dies sind die fünf höchsten Gebirge bzw. Bergmassive mit ihrem jeweils höchsten Berg in Afrika:<br />
Gebirge Berg Höhe ü. NN Staat</p>
<p>• Kilimandscharo-Massiv Kibo (Uhuru-Peak) 5.895 m Tansania<br />
• Mount-Kenya-Massiv Batian 5.199 m Kenia<br />
• Ruwenzori-Gebirge Margherita Peak 5.109 m DR Kongo und Uganda<br />
• Hochland von Abessinien Ras Daschan Terara 4.620 m Äthiopien<br />
• Virunga-Vulkane Karisimbi 4.507 m Ruanda, DR Kongo und Uganda.</p>
<p>Außerdem zählt der Atlas mit dem Toubkal (4.165 m ü. NN) in Marokko, der Mount Meru (4.562,13 m), ein Inselberg in Tansania, und der Kamerunberg (4.095 m), ein Inselberg in Kamerun, zu den höchsten Gebirgen, Bergmassiven bzw. Bergen des Kontinents.</p>
<p><strong>Klima und Natur</strong><br />
Durch seine Lage beiderseits des Äquators und seine kompakte Form besitzt Afrika die größte zusammenhängende Landmasse der Tropen. 75 % der Fläche Afrikas liegen innerhalb der Wendekreise, die die mathematische Tropengrenze bilden. Der größte Teil Zentral- und Westafrikas ist von tropischem Regenwald bedeckt; das Kongobecken ist nach Amazonien das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde. Um die Wendekreise sind große Wüsten entstanden; die Sahara im Norden wird nur durch die Flussoase des Nils unterbrochen, im Süden befinden sich die Namib als Nebelwüste und die Kalahari als Trockensavanne. Südlich der Sahara (Sahelzone) und in Ostafrika bis Südafrika hinunter befinden sich riesiege Savannengebiete. Im Bereich zweier jährlicher Niederschlagsmaxima breiten sich die Trockenwälder und Feuerökosysteme aus, beispielsweise Mopane, Miombo oder Chipya-Vegetation. Südostafrika ist durch den Einfluss des Monsun und die großen Täler von Sambesi und Limpopo fruchtbarer.</p>
<p><strong>Städte</strong><br />
Die größte Stadt Afrikas ist Kairo (Ägypten) mit 15.707.992 Einwohnern, danach folgt Lagos (Nigeria) mit 11.153.863 Einwohnern; die drittgrößte Stadt des Kontinents ist Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) mit 8.096.254 Einwohnern.</p>
<p><strong>Bevölkerung</strong><br />
Afrika hat 848,65 Mio. Einwohner (Stand 2005)[1]. Der bevölkerungsreichste Staat ist Nigeria mit 124 Mio Einwohnern. Der bevölkerungsärmste Staat sind die Seychellen mit 80.000 Einwohnern.</p>
<p><strong>Völker</strong><br />
Im Norden Afrikas lebten schon Jahrtausende vor der Ankunft der Araber um das 7. Jahrhundert herum berberische Völker. Diese leben seitdem vor allem in den gebirgigen Regionen des Maghreb, wo sie vor den arabischen Invasoren Zuflucht fanden, um sich im Laufe der folgenden Jahrhunderte aber deutlich mit jenen zu durchmischen und eine eigene maghrebinische Kultur zu schaffen, die einige Unterschiede zur übrigen arabischen Welt aufweist, beispielsweise in der Sprache. Auch die Völker Nordostafrikas, wie z.B. die Amharen sind semitische Völker. Südlich der Sahara, die von den nomadisierenden Tuareg bewohnt ist, leben einige Tausend verschiedene schwarzafrikanische Völker. Von den westafrikanischen sind die Mande- und Voltaic-Völker zu nennen. Hausa und Yoruba leben im östlichen Westafrika, Wolof und Fulbe im westlichen Teil. In Zentral- und Ostafrika sind die Bantu beheimatet, eine aus zahlreichen Völkern bestehende Gruppe. Die Khoisan-Völker zählen zu den am längsten in Afrika ansässigen Ethnien. Größte Gruppe von im Zuge der Kolonialisierung eingewanderten Menschen sind die Buren in Südafrika. Moderne Migrationsbewegungen haben Libanesen nach West- sowie Inder und Chinesen nach Ostafrika gebracht.</p>
<p><strong>Religion</strong><br />
In Nordafrika, Ostafrika und Westafrika ist der Islam weit verbreitet. Mehr als 41 % aller Afrikaner (darunter in Nordafrika Araber) gehören dem Islam an. Daneben gibt es vor allem in West- und Südostafrika eine große Anzahl derer, die Animismus praktizieren. Man schätzt, dass weitere 10 % der Afrikaner dem Animismus anhängen. Die restlichen rund 48 % gehören christlichen Konfessionen an (u.a Kopten) Die Mehrheit der afrikanischen Christen lebt im Süden Afrikas. Eine Sonderrolle spielt die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche, da in Äthiopien das Königreich Axum das Christentum zur Staatsreligion machte. Außerdem sind unter den nicht-afrikanischen Minderheiten auch Bahai, Judentum, Hinduismus und Buddhismus verbreitet.</p>
<p><strong>Sprachen</strong><br />
Insgesamt gibt es über 2000 eigenständige afrikanische Sprachen von denen rund 50 als größere Sprachen gelten, die jeweils von über einer Million Menschen gesprochen werden. Einige der wichtigsten afrikanischen Sprachen sind Swahili, Hausa und Fulbe. Die ehemaligen Kolonialsprachen Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Italienisch und Deutsch, Niederländisch(Afrikaans) werden vielerorts noch heute gesprochen.</p>
<p>Zu den afroasiatischen Sprachen gehören Arabisch, Hausa und Amharisch, zu den nigerkordofanischen Sprachen zählen Bambara, Swahili, Wolof, Yoruba und Zulu. Die Khoisan-Sprachen werden von den gleichnamigen Völkern im Südlichen Afrika gesprochen; charakteristisch für sie sind Klicklaute. Auf Madagaskar werden Austronesische Sprachen wie Malagasy, Howa (Dialekt des Merina) und andere Merina-Dialekte gesprochen.</p>
<p><strong>Geschichte</strong><br />
Die ältesten bisher bekannten menschlichen Lebensspuren fanden sich in Ostafrika. Es gilt als fast sicher, dass sich sowohl die primitiveren Menschenarten als auch der Homo sapiens von dort über die Welt ausgebreitet haben.</p>
<p>Im Niltal in Nordafrika befand sich mit Ägypten eine der ersten Hochkulturen. Von dort breitete sich der Ackerbau schon früh nach Sudan und andere Gebiete Afrikas aus. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen ist darüber aber noch wenig bekannt.</p>
<p>Nordafrika war durch das Mittelmeer mit Europa und Vorderasien eher verbunden als getrennt. Karthago,eine Gründung der Phönizier im heutigen Tunesien, war um die Mitte des 1. Jahrtausend v. Chr. die herrschende Großmacht im westlichen Mittelmeer, bis sie in den Punischen Kriegen von Rom abgelöst wurde. Dieses herrschte ab 30 v. Chr. (Eroberung Ägyptens) über ganz Nordafrika.</p>
<p>Schon die alten Ägypter (Königin Hatschepsut) unternahmen Fahrten nach Punt, wahrscheinlich im heutigen Somalia. Auch das Reich der Königin von Saba, welches wohl in Südarabien sein Zentrum hatte, soll sich über Teile des Horns von Afrika bis in den Norden Äthiopiens erstreckt haben. Die Herrscher Äthiopiens führten ihre Abstammung auf die Königin von Saba zurück. Herodot berichtet, dass um 600 v. Chr. phönizische Seeleute im Auftrag des Pharao Necho in drei Jahren Afrika vom Roten Meer bis zur Nilmündung umfahren hätten. Da er davon berichtet, sie hätten behauptet, die Sonne „zu ihrer Rechten“, also im Norden, gesehen zu haben, gilt dieser Bericht als glaubwürdig. Sicher ist die Fahrt des karthagischen Admirals Hanno um 500 v. Chr., der von Südspanien aus mindestens bis Sierra Leone kam.</p>
<p>Während der Völkerwanderung eroberten die Wandalen das römische Nordafrika von Marokko bis Libyen. Schon vor der Hedschra wanderten arabische Stämme nach Nordafrika ein. Mit dem Siegeszug des Islam wurde Ägypten 641, Marokko 670 erobert. In den folgenden Jahrhunderten wurde Nordafrika praktisch vollständig islamisiert, der Sahel, West- und Ostafrika zumindest teilweise.</p>
<p>1250 richtete sich der Sechste Kreuzzug gegen Ägypten (die anderen Kreuzzüge richteten sich gegen Palästina). Zwischen dem 9. und 16. Jahrhundert entwickelten sich im Gebiet des heutigen Mali mehrere mächtige, unabhängige Königreiche. Im 15. Jahrhundert wurde die Westküste Afrikas von Portugal aus erforscht. Portugal und Spanien errichteten im 15. und 16. Jahrhundert erste Stützpunkte an der Nordküste.</p>
<p>Nach der Entdeckung Amerikas war Afrika für die Europäer hauptsächlich als Quelle für Sklaven interessant. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung von Brasilien, Haiti und anderen Inseln der Karibik, aber auch der USA sind afrikanischer Abstammung. Zum Zweck des Sklavenhandels wurden Forts an den Küsten errichtet, den Transport aus dem Binnenland übernahmen meist einheimische Königreiche. In Ostafrika waren bis ins 17. Jahrhundert arabische Händler vorherrschend. Das Innere des Kontinents war den Europäern weitestgehend unbekannt. Erste Forschungsreisen unternahmen Ende des 18. Jahrhunderts von der Association for Promotion the Discovery of the Interieur of Africa (Africa Association, London) ausgesandte Männer verschiedener Nationalitäten.</p>
<p>Nach der industriellen Revolution und dem Verbot des Sklavenhandels 1807 wurde Afrika eher uninteressant. Erst mit dem Aufkommen des Imperialismus wuchs das Interesse der europäischen Großmächte am dunklen Kontinent und der Wettlauf um Afrika führte innerhalb von weniger als 20 Jahren zur Besetzung fast des gesamten Kontinents. Auf der Kongokonferenz in Berlin wurde 1884/85 der größte Teil Innerafrikas zwischen den europäischen Mächten aufgeteilt, bis 1912 verloren die meisten afrikanischen Völker ihre Freiheit. Unabhängig blieben nur Liberia, eine Siedlungskolonie freigelassener nordamerikanischer Sklaven, sowie das alte Reich Abessinien (heute Äthiopien), welches allerdings kurz vor dem Zweiten Weltkrieg 1936 durch Hilfe aus dem nationalsozialistischem Deutschland (Giftgas und Artillerie) von Italien für ca. fünf Jahre annektiert wurde. Im Ersten Weltkrieg waren die deutschen Kolonien Kriegsschauplatz, viele Afrikaner kämpften auch in Europa. Im Zweiten Weltkrieg fanden Kämpfe vor allem in Nordafrika und am Horn von Afrika statt.</p>
<p>Im Zuge der Dekolonisation Afrikas wurden mehrere Staaten in den 1950er Jahren unabhängig. 1960 gilt als das Jahr der afrikanischen Unabhängigkeit, da der Großteil der französischen Kolonien in diesem Jahr in die Unabhängigkeit entlassen wurde. Als letzte europäische Besitzung auf dem Festland wurde Dschibuti 1977 unabhängig. In Südafrika ist die schwarze Bevölkerungsmehrheit erst seit 1994 an der Regierung. Einige Inseln gehören bis heute verschiedenen europäischen Staaten.</p>
<p>Durch die künstlichen Grenzen der Kolonialzeit haben die meisten afrikanischen Staaten kein Nationalgefühl entwickeln können. Dies und die einseitige Ausrichtung der Wirtschaften auf Exportartikel führten u. a. dazu, dass die politische Lage in den meisten Staaten instabil ist und autoritäre Regime vorherrschen. Dadurch fällt ein großer Teil der natürlichen Reichtümer des Kontinents der Korruption zum Opfer beziehungsweise wird von internationalen Konzernen abgeschöpft. Verbunden mit unterentwickelter Infrastruktur, klimatischen Problemen, hohem Bevölkerungszuwachs und in neuerer Zeit sehr hohen Aids-Raten führt dies dazu, dass fast ganz Afrika der Dritten Welt angehört.</p>
<p><strong>Politik</strong><br />
Mit der Gründung der Afrikanischen Union (AU) soll ein neues Kapitel in der afrikanischen Politik eingeschlagen werden; Eigenverantwortung, gegenseitige Kontrolle, gute Regierungsführung sollen die afrikanische Renaissance ermöglichen.</p>
<p><strong>Gliederung</strong><br />
* Nordafrika<br />
* Westafrika<br />
* Ostafrika<br />
* Zentralafrika<br />
* Südliches Afrika</p>
<p>* Ägypten Ägypten (Hauptstadt Kairo)<br />
* Algerien Algerien (Hauptstadt Algier)<br />
* Angola Angola (Hauptstadt Luanda)<br />
* Äquatorialguinea Äquatorialguinea (Hauptstadt Malabo)<br />
* Äthiopien Äthiopien (Hauptstadt Addis Abeba)<br />
* Benin Benin (Hauptstadt Porto-Novo / Regierungssitz Cotonou)<br />
* Botsuana Botsuana (Hauptstadt Gaborone)<br />
* Burkina Faso Burkina Faso (Hauptstadt Ouagadougou)<br />
* Burundi Burundi (Hauptstadt Bujumbura)<br />
* Dschibuti Dschibuti (Hauptstadt Dschibuti)<br />
* Elfenbeinküste Elfenbeinküste (Hauptstadt Yamoussoukro / Regierungssitz Abidjan)<br />
* Eritrea Eritrea (Hauptstadt Asmara)<br />
* Gabun Gabun (Hauptstadt Libreville)<br />
* Gambia Gambia (Hauptstadt Banjul)<br />
* Ghana Ghana (Hauptstadt Accra)<br />
* Guinea Guinea (Hauptstadt Conakry)<br />
* Guinea-Bissau Guinea-Bissau (Hauptstadt Bissau)<br />
* Kamerun Kamerun (Hauptstadt Yaoundé)<br />
* Kap Verde Kap Verde (Hauptstadt Praia)<br />
* Kenia Kenia (Hauptstadt Nairobi)<br />
* Komoren Komoren (Hauptstadt Moroni)<br />
* Demokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo (ehemals Zaire) (Hauptstadt Kinshasa)<br />
* Republik Kongo Republik Kongo (Hauptstadt Brazzaville)<br />
* Lesotho Lesotho (Hauptstadt Maseru)<br />
* Liberia Liberia (Hauptstadt Monrovia)<br />
* Libyen Libyen (Hauptstadt Tripolis)<br />
* Madagaskar Madagaskar (Hauptstadt Antananarivo)<br />
* Malawi Malawi (Hauptstadt Lilongwe)<br />
* Mali Mali (Hauptstadt Bamako)<br />
* Marokko Marokko (Hauptstadt Rabat)<br />
* Mauretanien Mauretanien (Hauptstadt Nouakchott)<br />
* Mauritius Mauritius (Hauptstadt Port Louis)<br />
* Mosambik Mosambik (Hauptstadt Maputo)<br />
* Namibia Namibia (Hauptstadt Windhuk)<br />
* Niger Niger (Hauptstadt Niamey)<br />
* Nigeria Nigeria (Hauptstadt Abuja)<br />
* Ruanda Ruanda (Hauptstadt Kigali)<br />
* Sambia Sambia (Hauptstadt Lusaka)<br />
* São Tomé und Príncipe São Tomé und Príncipe (Hauptstadt São Tomé)<br />
* Senegal Senegal (Hauptstadt Dakar)<br />
* Seychellen Seychellen (Hauptstadt Victoria)<br />
* Sierra Leone Sierra Leone (Hauptstadt Freetown)<br />
* Simbabwe Simbabwe (Hauptstadt Harare)<br />
* Somalia Somalia (Hauptstadt Mogadischu)<br />
* Südafrika Südafrika (Hauptstadt Pretoria)<br />
* Sudan Sudan (Hauptstadt Khartum)<br />
* Swasiland Swasiland (Hauptstadt Mbabane)<br />
* Tansania Tansania (Hauptstadt Dodoma / Regierungssitz Daressalam)<br />
* Togo Togo (Hauptstadt Lomé)<br />
* Tschad Tschad (Hauptstadt N’Djamena)<br />
* Tunesien Tunesien (Hauptstadt Tunis)<br />
* Uganda Uganda (Hauptstadt Kampala)<br />
* Zentralafrikanische Republik Zentralafrikanische Republik (Hauptstadt Bangui)</p>
<p>* sowie die abhängigen Gebiete:<br />
* Réunion Réunion (Hauptstadt Saint-Denis)<br />
* St. Helena St. Helena (Hauptstadt Jamestown)<br />
* Westsahara Westsahara (Hauptstadt El Aaiún)</p>
<p><strong>Wirtschaft</strong><br />
Weite Teile der Wirtschaft im mittleren und südlichen Afrika sind auf den Export ausgerichtet (z. B. Bananenplantagen, Tropenhölzer, Gold- und Diamantenminen, Kakaoplantagen). Daneben gibt es in den Städten größere Industrie- und kleinere Handwerksbetriebe, die unter anderem für den Eigenbedarf produzieren. Auf dem Lande herrscht oft Selbstversorgungswirtschaft, beispielsweise Anbau von Maniok und Batate, Fischerei, Tierzucht. Außerdem ist in manchen Gegenden der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle (z. B. Safari).</p>
<p>In den Staaten Nordafrikas bringt vor allem die Förderung von Erdöl und Erdgas Einnahmen. Daneben gibt es am Nil und in einigen fruchtbaren Gebieten Landwirtschaft. Die Nil-Staudämme werden zur Stromerzeugung genutzt.</p>
<p><strong>Exportartikel</strong><br />
* Kakao: etwa 70% Weltmarktanteil<br />
* Diamanten: etwa 50% Weltmarktanteil<br />
* Gold: etwa 25% Weltmarktanteil<br />
* Erdöl: etwa 10% Weltmarktanteil</p>
<p><strong>Kultur</strong><br />
Filme wurden in Afrika seit der Erfindung des Kinos, darunter ethnographische Filme und kolonialistische Propagandafilme, gedreht. Eine eigene Filmindustrie entwickelte sich insbesondere in Ägypten.<br />
In den Ländern südlich der Sahara konnte sich eine eigenständige Produktion erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickeln. Als „Vater“ des Kinos auf dem Kontinent gilt Ousmane Sembène. Das Autorenkino hat es schwer, die afrikanischen Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen, da die kommerziellen Kinos nach dem Blocksystem Filme einkaufen und überwiegend Hollywoodfilme und indische Produktionen zeigen. Wo das Publikum jedoch Gelegenheit hat, afrikanische Filme zu sehen, wie beim panafrikanischen Filmfestival FESPACO in Ouagadougou (Burkina Faso) zeigt es lebhaftes Interesse. Zur Finanzierung und Produktion sind die Filmemacherinnen und Filmemacher Afrikas vielfach immer noch auf europäische Institutionen angewiesen. Eine kommerziell rentable Videoproduktion hat sich in Nigeria entwickelt. Weitere bekannte Regisseurinnen und Regisseure u.a.:<br />
Souleymane Cissé, Safi Faye, Anne-Laure Folly, Med Hondo, Djibril Diop Mambéty.</p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
Zu den wichtigsten afrikanischen Autoren gehören der Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka und der mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnete Chinua Achebe, der „Vater“ der afrikanischen Literatur.</p>
<p>Weitere bedeutende Autoren sind u.a.: Chinua Achebe (Nigeria), Mobolaji Adenubi (Nigeria), Ama Ata Aidoo (Ghana), Amadou Hampâté Bâ, Francis Bebey (Kamerun), Mongo Beti (Kamerun), Steve Chimombo (Malawi), Mia Couto (Mosambik), Amma Darko (Ghana), E.B. Dongala (Volksrepublik Kongo), Naruddin Farah (Somalia), Nadine Gordimer (Südafrika), Bessie Head (Südafrika/Botsuana), Lília Momplé (Mosambik), Grace Ogot (Kenia), Ben Okri (Nigeria), Ousmane Sembène (Senegal), Ngugi wa Thiong&#8217;o (Kenia), Yvonne Vera (Zimbabwe), Naguib Mahfouz (Ägypten, Literaturnobelpreis 1988), Tayeb Salih (Sudan), John M. Coetzee (Südafrika, Literaturnobelpreis 2003), Waris Dirie (Somalia), Damon Galgut (Südafrika)</p>
<p><strong>Kunst / Musik</strong><br />
Für die meisten Afrikaner ist das Wichtigste die Musik. Viele afrikanische Kulturen haben Tonsprachen, das heißt Sprachen, in denen die Tonhöhe zur Unterscheidung von Bedeutung benutzt wird; dies hat zum Teil erheblich Konsequenzen. Zum Beispiel dadurch, dass mit auf Instrumenten gespielten Tonfolgen ein bedeutungsvoller und für die Zuhörer verständlicher Text gespielt werden kann. Aber auch, dass Tonfolgen in Vokalmusik dem Sprachton unterworfen sein können. Über afrikanische Musik kann man nicht sprechen ohne den Tanz einzuschließen. Viele afrikanische Sprachen haben ein Wort für die beiden in „westlicher“ Kultur zumeist unterschiedenen Konzepte. Historische Forschungen haben gezeigt, dass afrikanische Musikkulturen niemals statisch sondern im Gegenteil überaus dynamisch waren und sind.</p>
<p>Verschiedene Tonsysteme, Musiken in Verknüpfung mit Kult, Repräsentation, dörflichen Festen, städtischer Unterhaltung, seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine kommerzielle Musik-Industrie (Schellack-Platten) existieren jeweils unter lokal verschiedenen Bedingungen und sorgen so für eine große Diversität afrikanischer Musik.</p>
<p>Eine grobe Einteilung in Stilgebiete unterscheidet den Khoisanid geprägten Süden vom Bantusprachigen Zentralafrika, und den mehr oder weniger islamisch beeinflussten Regionen Ost- wie Westafrikas.</p>
<p><strong>Philosophie</strong><br />
Philosophische Inhalte werden zum Großteil noch immer über nicht-schriftliche Medien, wie beispielsweise mündlicher Überlieferung, vermittelt, da die meisten afrikanischen Völker keine Schriftform entwickelten. Dementsprechend schwierig gestaltet sich der Umgang mit dem philosophischen Erbe Afrikas. Amadou Hampâté Bâ drückte es einmal so aus; es verbrenne immer eine ganze Bibliothek, wenn ein Alter stirbt. Dichter wie Ngugi wa Thiong&#8217;o schreiben zudem aus Protest gegen den ihrer Meinung nach eurozentristischen Blick hiesiger Wissenschaften und aufgrund ihres Zielpublikums in ihrer eigenen Sprache, für die oft noch keine Schriftform existierte. Schriftformen wurden erst in den letzten Jahrzehnten, häufig unter Mithilfe europäischer Missionsgesellschaften, entwickelt. Philosophen und Theoretiker sind einem europäischen Publikum meist aus dem Zusammenhang kultureller Befreiungsversuche bekannt.</p>
<p><center><a title="Zu Ihrer Traumreise" href="http://www.fern-reisen.info/viaronda" target="_blank"><strong><span style="color: #6600cc;">&lt;&lt;&lt; Finden Sie hier Ihre Traumreise nach Afrika! &gt;&gt;&gt;</span></strong></a></center><br /></p>
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		<title>Reiseversicherung</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 18:25:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise-Versicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn jemand eine Reise tut, so sollte er sich mit einer Reiseversicherung gut schützen. Mit dem Urlaub, dem Auslandsaufenthalt oder der Geschäftsreise will man nur gute Erfahrungen und schöne Erinnerungen verbinden. Unnötigem Stress und finanzieller Belastung können Sie durch eine Reiseversicherung entgehen. Für Reisende sind ein Unfall oder eine Erkrankung schon schlimm genug. Gut, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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<p>Wenn jemand eine Reise tut, so sollte er sich mit einer <strong>Reiseversicherung</strong> gut schützen. Mit dem Urlaub, dem Auslandsaufenthalt oder der Geschäftsreise will man nur gute Erfahrungen und schöne Erinnerungen verbinden. Unnötigem Stress und finanzieller Belastung können Sie durch eine Reiseversicherung entgehen.</p>
<p>Für Reisende sind ein Unfall oder eine Erkrankung schon schlimm genug. Gut, wenn man sich auf seine Reiseversicherung verlassen kann – und zwar vor oder während der Reise. Eine solche Versicherung gibt es für verschiedenste Risiken: Unfall, Krankheit, Beschädigung oder Abhandenkommen des Reisegepäcks oder auch Arbeitslosigkeit. Zwar sind bestimmte Gefahren durch bestehende Versicherungen bereits abgesichert. Dennoch bestehen auf Reisen gewisse Lücken, die von einer Reiseversicherung abgedeckt werden sollten. Je nach Risiko ist eine oder mehrere Arten einer Reise Versicherung sinnvoll.  <span id="more-928"></span></p>
<p>Zu den gängigsten Reiseversicherung Arten gehöhren die Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruchversicherung, Reiseunfallversicherung, Reisegepäckversicherung und die Auslandskrankenversicherung. Versicherer, aber ebenso Kreditkartenunternehmen, Reiseveranstalter oder Autofahrerclubs bieten die verschiedenen Arten einer Reiseversicherung an. Man kann die Policen einzeln oder als Reiseversicherungspaket abschließen.</p>
<p><strong>Die Vielfalt der Reiseversicherungen</strong><br />
Ein Reiseversicherung kann für Einzelpersonen, Familien oder Gruppen, für ein ganzes Jahr oder eine einzelne Reise, für Kurzlurlaube und längere Reisen, für Ausflüge im Bundesgebiet oder ins Ausland (als Auslandsversicherung) abgeschlossen werden.</p>
<p>Der Versicherungsschutz ist abhängig von der Art der Reiseversicherung. Einen umfassenden Schutz kann ein Reiseversicherungspaket bieten. Wahlweise sind darin Storno, Reiseabbruch, Krankheitsfall, Unfälle, Gepäckschäden und Rücktransport enthalten.In manchen Reiseversicherungen ist sogar das eigene Fahrrad mitversichert. Auch können Unternehmen ihre Mitarbeiter ganz individuell mit einer <strong>Reiseversicherung</strong> schützen.</p>
<p>Kosten für einen unfallbedingten Rücktransport des Versicherten oder eine stationäre Behandlung werden etwa von einer Auslandskrankenversicherung oder einer Reiseunfallversicherung übernommen. Die Reiserücktrittsversicherung als spezielle Reiseversicherung kommt für Stornogebühren vor der Reise auf, während eine Reiseabbruchversicherung die Aufwendungen erstattet, die beim Abbruch einer angetretenen Reise entstehen. Finanzielle Ärgernisse mit dem Gepäck deckt dagegen eine andere Reiseversicherung ab, nämlich die Reisegepäckversicherung.</p>
<p>Welche <strong>Reiseversicherung</strong> sich wann empfiehlt, hängt von dem Reiseziel, der Reisedauer, den Umständen aber auch den Ansprüchen und Wünschen des Reisenden ab. Eines ist jedoch klar: Ohne passende Reiseversicherung oder Reiseversicherungspaket kann der Ausflug schnell erheblich mehr kosten als geplant.</p>
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<p><img src="http://www.geld.de/resources/images/icons/form_verweis.gif" alt="" /><strong> Tipp:</strong> Informationen sowie alle Anbieter und Tarife einer <a title="Ihre Reiseversicherung" href="http://www.fern-reisen.info/reise-versicherung" target="_blank"><strong>Reiseversicherung im Vergleich</strong></a>!</p>
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<p></ br><br />
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	</span>
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</ br><br />
</ br></p>
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		<title>Die besten Reisezeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 18:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise-Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob Kurztrip oder Weltreise &#8211; wichtig für die Vorbereitung einer Urlaubsreise ist das Wissen um Klima und Jahreszeit, die sie bei der Ankunft erwarten. Die besten Monate für den Traumurlaub zeigt die folgende Reisezeittabelle. Ist die Wunschdestination und beste Reisezeit erst gefunden, hilft ein Blick in die Hotelbewertungen bei der Suche nach der passenden Unterkunft [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Ob Kurztrip oder Weltreise &#8211; wichtig für die Vorbereitung einer Urlaubsreise ist das Wissen um Klima und Jahreszeit, die sie bei der Ankunft erwarten. Die besten Monate für den Traumurlaub zeigt die folgende Reisezeittabelle. Ist die Wunschdestination und beste Reisezeit erst gefunden, hilft ein Blick in die Hotelbewertungen bei der Suche nach der passenden Unterkunft vor Ort. Die Bewertungen, persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen stammen von Urlaubern, die bereits einmal dort gewesen sind. So haben Sie die Möglichkeit negativ bewertete Hotels schon im Vorfeld auszuschließen und sich bei den top bewerteten Häusern Anregungen für eine erfolgreiche Reiseplanung zu holen.  <span id="more-734"></span><br />
</ br><br />
<center><img src="http://www.fern-reisen.info/wp-content/uploads/2011/08/reisezeittabelle_500x274.gif" alt="" /></center><br />
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		<title>Amerika</title>
		<link>http://www.fern-reisen.info/amerika/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 16:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Der amerikanische Doppelkontinent erstreckt sich in seiner Nord-Süd-Achse vom 83. Breitengrad Nord (Kap Columbia) bis zum 56. Breitengrad Süd (Kap Hoorn). Dies entspricht ca. 15.000 Kilometer Nord-Süd-Ausdehnung. Der östlichste Punkt liegt auf Grönland und der westlichste ebenfalls in Nordamerika auf dem 172. Längengrad Ost auf der Aleuteninsel Attu. Er besteht aus Nordamerika (mit Zentralamerika) und [...]]]></description>
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<p>Der amerikanische Doppelkontinent erstreckt sich in seiner Nord-Süd-Achse vom 83. Breitengrad Nord (Kap Columbia) bis zum 56. Breitengrad Süd (Kap Hoorn). Dies entspricht ca. 15.000 Kilometer Nord-Süd-Ausdehnung. Der östlichste Punkt liegt auf Grönland und der westlichste ebenfalls in Nordamerika auf dem 172. Längengrad Ost auf der Aleuteninsel Attu. Er besteht aus Nordamerika (mit Zentralamerika) und Südamerika. Der Doppelkontinent hat eine Landfläche von etwa 42 Millionen km² und ist damit etwas kleiner als Asien. In Amerika leben über 900 Millionen Menschen.</p>
<p><strong>Namensgebung</strong><br />
Name Amerika wurde vom Vornamen des Italieners Amerigo Vespucci (1451–1512) abgeleitet, der die Amazonasmündung entdeckte und als erster davon schrieb, dass der im Zuge der transatlantischen Fahrten von Christoph Kolumbus entdeckte Erdteil nicht Indien oder Asien ist, sondern vielmehr ein eigenständiger Erdteil sein könnte.  <span id="more-921"></span></p>
<p>Als der Freiburger Kartograph Martin Waldseemüller an einer Neuausgabe der Geographia des Ptolemäus arbeitete, hatte dessen Kollege, der Dichter Matthias Ringmann, gerade Vespuccis Reiseberichte gelesen und hielt ihn fälschlich für den Entdecker der neuen Welt. Ringmann verfasste die Begleitschrift zur von Waldseemüller gezeichneten Karte, die gemeinsam mit ihr am 25. April 1507 unter dem Titel Cosmographiae Introductio erschien. Darin schrieb er:</p>
<p>„Ich sehe nicht ein, warum nicht (dieser Erdteil) nach dem Entdecker Amerigo, einem Mann von klugem Geist, ‚Amerige‘, also das Land des Americus oder ‚America‘ genannt werden soll: denn sowohl Europa, als auch Asia sind Namen, die sich von Frauen ableiten.“</p>
<p>Kopien der Karte verbreiteten sich schneller als Waldseemüller den Irrtum korrigieren konnte. In seinem größten Kartenwerk von 1513 tauchte der Name „America“ nicht mehr auf, stattdessen wies er darauf hin, dass der Kontinent „von Christoph Columbus im Auftrag des Königs von Castilien entdeckt“ worden war. Bis zu seinem Tod wollte er „den neuentdeckten Kontinent ‚Brasilien‘ oder ‚Papageienland‘“ nennen. Bereits wenige Jahre nach dem Erscheinen dieser Karte sprach die Fachwelt ausschließlich von America, wohl auch weil dies eine gelungene Wortschöpfung war. Spätere Versuche anderer Kartographen, den Kontinent nach Kolumbus zu benennen, führten lediglich zur Benennung von Kolumbien. Die Erben von Kolumbus erreichten erst im 16. Jahrhundert durch ein Gerichtsverfahren, dass Kolumbus als Entdecker Amerikas festgeschrieben wurde.</p>
<p>Alternative Bezeichnungen dieses Erdteils sind Doppelkontinent, Westliche Hemisphäre, Neue Welt, Übersee (ungenau), Westfeste (veraltet), Vierter Kontinent (veraltet; gezählt aus europäischer Sichtweise), Westindien (veraltet, heute noch für den karibischen Raum).</p>
<p>Die Bezeichnung „Indianer“ für die Ureinwohner Amerikas entstand durch den Irrtum, es handle sich bei der erreichten Küste um einen Teil Asiens. In der iberischen Welt und im kolonialen Amerika wurde der Kontinent bis weit ins 18. Jahrhundert weiterhin Indias, „Die Indien“ genannt. Die englische Bezeichnung indian kann sowohl „Inder“ als auch „Indianer“ bedeuten. Zur Unterscheidung werden die Ureinwohner Amerikas normalerweise als American Indians oder Native Americans bezeichnet, in Kanada auch als Aborigines oder First Nations.</p>
<p><strong>Unterteilung</strong><br />
Klassischerweise teilt man den amerikanischen Doppelkontinent in Nord-, Zentral- und Südamerika auf. Dies ist auch in plattentektonischer Hinsicht sinnvoll, da Nordamerika größtenteils auf der nordamerikanischen Platte, Südamerika größtenteils auf der südamerikanischen Platte und Zentralamerika auf der Karibischen Platte ruht. Durch die politische Grenzziehung, die sich nicht an der Plattentektonik orientiert, gibt es jedoch Abweichungen dieser Zuordnung.</p>
<p>• Nordamerika<br />
Zu Nordamerika gehören Grönland, Kanada, die USA, Mexiko und mehrere Inselstaaten. Von Kap Morris Jessup (Grönland 83°39&#8242; n. Breite) bis zum Isthmus von Darién (Panama 8° n. Br.) sind es etwa 10.000 km. Höchster Gipfel Nordamerikas ist der in Alaska gelegene Mount McKinley (6.194 m). Der Lake Superior (Oberer See) mit einer Fläche von etwa 82.000 Quadratkilometern ist der zweitgrößte See der Welt (nach dem Kaspischem Meer).</p>
<p>• Zentralamerika<br />
Der Teil südlich des Isthmus von Tehuantepec mit den Inseln der Karibik wird als Zentralamerika bezeichnet. Zentralamerika wird im Allgemeinen nicht als eigenständiger Kontinent aufgefasst, sondern zum Großteil als zu Nordamerika gehörig angesehen. In Zentralamerika gibt es sehr viele tätige Vulkane an der Pazifikküste. Der Lago de Nicaragua hat mehrere hundert Inseln, davon sind einige auch tätige Vulkane. Dieser See entstand durch vulkanische Abtrennung vom Pazifik, wodurch sich hier einzigartige Süßwasservarianten von Haien und Schwertfischen gebildet haben. In Zentralamerika liegt der Panamakanal.</p>
<p>• Südamerika<br />
Mehr als die Hälfte Südamerikas ist tropisches Gebiet. Im westlichen Bereich dominiert das größte Gebirge Amerikas, die Anden, das Landschaftsbild. Der höchste Berg von Amerika ist mit 6.962,97 Metern Höhe der nordöstlich von Santiago de Chile liegende, vergletscherte Aconcagua. Die Anden entstanden durch die Subduktion der so genannten Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte. Entlang der tektonisch sehr aktiven westlichen Küste, findet sich eine Vulkankette, die weiter im Süden zu der Feuerland genannten Vulkan- und Geysirtundra hin ausläuft.</p>
<p>Zwischen den Anden und dem Pazifik liegt im heutigen Nordchile die extrem aride Atacamawüste.</p>
<p>Im Nordosten findet sich das Bergland von Guayana und südlich davon das Amazonasbecken mit dem Amazonas, seinen unzähligen Zuflüssen, fruchtbaren Überschwemmungsgebieten und Urwäldern. Der Amazonas befördert ein Fünftel des ins Meer fließenden Süßwassers. Das Becken wird im Süden vom stark verwitterten Brasilianischen Bergland begrenzt.</p>
<p><strong>Angelsächsische und lateinamerikanische Interpretation</strong><br />
Im englischen Sprachraum werden Nord- und Südamerika als getrennte Kontinente betrachtet. „America“ wird (wie auch &#8220;Amerika&#8221; im Deutschen) als Kurzform für die Vereinigten Staaten gebraucht, während der Doppelkontinent mit &#8220;The Americas&#8221; bezeichnet wird. In Lateinamerika und im spanischen und portugiesischen Sprachraum wird „América“ als ein Kontinent betrachtet.</p>
<p><center><a title="Zu Ihrer Traumreise" href="http://www.fern-reisen.info/viaronda" target="_blank"><strong><span style="color: #6600cc;">&lt;&lt;&lt; Finden Sie hier Ihre Traumreise nach Amerika! &gt;&gt;&gt;</span></strong></a></center><br /></p>
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		<title>Antarktis</title>
		<link>http://www.fern-reisen.info/antarktis/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 16:09:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antarktis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Antarktis (aus griechisch ἀνταρκτικός, antarktikos, „der Arktis gegenüber“), nicht zu verwechseln mit dem Südlichen Ozean Antarktik, umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete. Als geographisch-astronomische Zone wird sie durch den südlichen Polarkreis begrenzt und reicht somit bis 66° 33′ südlicher Breite. Als geografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz bei etwa 50° südlicher [...]]]></description>
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<p>Die Antarktis (aus griechisch ἀνταρκτικός, antarktikos, „der Arktis gegenüber“), nicht zu verwechseln mit dem Südlichen Ozean Antarktik, umfasst die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete. Als geographisch-astronomische Zone wird sie durch den südlichen Polarkreis begrenzt und reicht somit bis 66° 33′ südlicher Breite. Als geografische Grenze gilt die antarktische Konvergenz bei etwa 50° südlicher Breite, wo das kalte antarktische unter das wärmere subtropische Oberflächenwasser absinkt. Die Zone zwischen 50° Süd und dem Polarkreis wird auch als subantarktisch bezeichnet.</p>
<p>In Abgrenzung zur gesamten Region wird der eigentliche Kontinent in der Wissenschaft teilweise als Antarktika bezeichnet.  <span id="more-911"></span></p>
<p>Die Antarktis wurde ab 1820 von verschiedenen Forschern und Seefahrern erschlossen. 1959 wurde im Antarktisvertrag der politische Status der Antarktis geregelt.</p>
<p><strong>Geographie</strong><br />
Die Antarktis als geographisch-astronomische Polarkreiszone bis 66° 33′ südlicher Breite umfasst 21,2 Millionen km²; die geographische Region bis 50° südlicher Breite ist 52 Millionen km² groß. Davon ist der größte Teil aber Wasser; nur wenige Landteile der antartktischen Halbinsel ragen über den 66. Breitengrad hinaus, ebenso kleine Teile Ostantarktikas. Der Kontinent Antarktika ist mit fast 13,2 Millionen km² etwa 2,7 Millionen km² größer als Europa. Die exakte Fläche des Festlandsbereiches ist nicht bekannt, da große Teile der dauerhaften Eisbedeckung am Rande aus Schelfeis bestehen, das Wasserflächen wie z. B. Meeresbuchten überdeckt.</p>
<p>Die nächstgelegenen größeren Landmassen sind Feuerland an der Südspitze Südamerikas, danach das Kap Agulhas in Südafrika sowie die Inseln Tasmanien und Neuseeland.</p>
<p><strong>Schelfeisgebiete</strong><br />
Die Küste Antarktikas besteht zu einem großen Teil aus Schelfeis. Die zwei größten Schelfeise, das Filchner-Ronne-Schelfeis und das Ross-Schelfeis, bedecken eine Fläche, die jeweils größer als Deutschland ist.</p>
<p><strong>Eisberge</strong><br />
Typisch für die Antarktis sind gigantische Tafeleisberge, die regelmäßig vom Schelfeis abbrechen („kalben“) und auf dem Meer treibend tausende Kilometer zurücklegen können. Es kann mehrere Jahre dauern, bis ein großer Eisberg vollständig geschmolzen ist; allerdings kann ein großer Eisberg leicht in mehrere kleine auseinanderbrechen, zum Beispiel durch differenzielle Meeresströmungen. Diese Langlebigkeit großer Eisberge lieferte auch die Grundlage futuristischer Vorhaben, Eisberge als Süßwasserspeicher, etwa mit Schleppern, nach Afrika oder in andere Trockengebiete zu transportieren.</p>
<p>Am 30. April 1894 wurde mitten im Atlantischen Ozean bei 26° 30′ S, 25° 40′ W-26.5-25.666666666667 (südöstlich von Trindade) ein Eisberg gesichtet; es war die nördlichste Position eines antarktischen Eisberges, die je aufgezeichnet wurde.</p>
<p><strong>Packeiszone</strong><br />
Die Antarktis ist von einer riesigen Packeiszone umgeben, in der sich eines der üppigsten Ökosysteme der Welt entwickelt hat. In den Meeren wimmelt es von riesigen Schwärmen antarktischen Krills (Euphausia superba) und anderer Kleinkrebse. Dieser Krill bildet den Anfang der Nahrungskette für die zahlreichen Meeres- und Landtiere, wie Fische, Wale, Kalmare, Seelöwen, Seehunde, Pinguine und zahlreiche Meeresvögel.</p>
<p>Auf dem antarktischen Packeis brüten zwei Pinguinarten: Der Kaiserpinguin und der Adeliepinguin. Zu den auf dem antarktischen Kontinent brütenden Vögeln zählen jedoch auch 19 flugfähige Vogelarten wie beispielsweise der Königsalbatros sowie der Schneesturmvogel und der Silbersturmvogel, die beide zum Teil auf hundert Kilometer landeinwärts liegenden Bergen brüten, die eisfrei hervorragen.</p>
<p>Unter den Robben, die in der Antarktis an Land gehen, sind vor allem die Weddellrobbe, der Krabbenfresser und der Seeleopard erwähnenswert. Im Sommer kommen noch mehr als 100 Millionen Zugvögel hinzu, die auf dem Packeis und den vorgelagerten Inseln brüten. Es wurde geschätzt, dass allein die Wale des Südlichen Ozeans etwa 55 Millionen Tonnen Tintenfische fressen, das entspricht etwa drei Viertel der Menge des Fischfangs der weltweiten Fischereiflotten.</p>
<p>Im Gegensatz zum vielfältigen Leben in den Ozeanen und an den Schelfeisrändern erscheinen die wenigen eisfreien Regionen, die auch als antarktische Oasen bezeichnet werden und die sich im Innern der Antarktis befinden, öde und leer, da hier kaum höher entwickelte Lebensformen vorgefunden werden. Stattdessen werden diese Gebiete vorwiegend von Mikroorganismen, Moosen und Flechten sowie einigen wirbellosen Tieren bevölkert. In der gesamten Antarktis gibt es nur zwei Blütenpflanzen: die Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica) und das Nelkengewächs Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis). Durch den Menschen eingeschleppt wurden jedoch auch der Kriechende Hahnenfuß, die Wassersegge, die Rispengräser Poa annua und Poa pratensis sowie die Vogelmiere. Das größte dauerhaft landlebende Tier der Antarktis ist eine 12 Millimeter große, flügellose Zuckmückenart namens Belgica antarctica. Neben diversen Algen wurden mittlerweile mehr als 200 Flechtenarten, mehr als 100 Arten von Moosen und Lebermoosen sowie etwa 30 Macrofungi gefunden.</p>
<p>Die Antarktis bildet ein eigenes Florenreich, das antarktische Florenreich. Es umfasst die Südinsel Neuseelands, den süd-westlichen Teil Patagoniens und den antarktischen Kontinent und beherbergt dreizehn unterschiedliche Pflanzengattungen, wie zum Beispiel die Südbuche (Nothafagus), Gunnera oder Fuchsia, von denen die meisten allerdings nicht in der Antarktis selbst beheimatet sind.</p>
<p><strong>Artenvielfalt am Meeresboden</strong><br />
An der Küste und auf dem Schelf der Antarktis leben insgesamt 208 Fischarten. Davon gehören 96 Arten (46 %) zu den Antarktisfischen (Notothenioidei), einer besonders an das Leben bei sehr niedrigen Temperaturen angepassten Unterordnung der Barschartigen (Perciformes). Die Scheibenbäuche (Liparidae) und die Aalmuttern (Zoarcidae) stellen 31 bzw. 11 % der verbleibenden Fischfauna. Die große Mehrheit dieser Fischarten lebt bentisch (auf dem Meeresboden).</p>
<p>Das marine Benthal der Antarktis, der Lebensraum am Meeresboden, ist von einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen, dem Benthos, bevölkert.</p>
<p>Einige Individuen dieser Bodenfauna sind schon mehrere hundert Jahre alt, was darauf schließen lässt, dass die Verhältnisse am antarktischen Meeresboden in diesen Zeiträumen keine größeren Veränderungen erfahren haben. Jedoch „pflügen“ die Eisberge, die jährlich vom Antarktischen Eisschild abbrechen und sich mit enormer Kraft ins Meer schieben, den Meeresboden um. Mindestens fünf Prozent des Kontinentalsockels sind durch diesen Vorgang „vernarbt“. Dies bedeutet eine durchaus große Veränderung für die lokalen Lebensformen.</p>
<p>Rutscht ein Eisberg ins Meer, gleitet er oft bis zu einem Kilometer über glatte Flächen, ohne im Grund steckenzubleiben. Auf seinem Weg zieht er lange Gräben in den Boden, bis er an einer Erhebung zum Stehen kommt, die deshalb auch „Eisbergfriedhof“ genannt wird. Die Zerstörungen als Folgen dieses Vorgangs und des anschließenden Abschmelzens in diesen Bereich des Meeresbodens halten über mehrere Jahre an.</p>
<p>Die Wiederbesiedlung des durchzogenen Bereichs beginnt mit Fischen, gefolgt von Seesternen und Seeigeln. Mit der Rückkehr von Glasschwämmen als letzte Pioniere stellt sich nach Jahrzehnten wieder ein Gleichgewicht ein.</p>
<p>Dieser Vorgang wiederholt sich beispielsweise am Eisbergfriedhof des südöstlichen Weddellmeers ungefähr alle 35 Jahre, im Bereich des Kontinentalsockels alle 230 Jahre. Auch wenn die rutschenden Eisberge eine Katastrophe für die lokalen Flora und Fauna des Meeresbodens sind, bewirken sie langfristig eine Zunahme der Artenvielfalt, da so bislang ortsfremden Arten die Möglichkeit zur Besiedlung gegeben wird.</p>
<p><strong>Astrophysik</strong><br />
m Laufe des 20. Jahrhunderts erkannte man die Möglichkeiten, die die Antarktis für astrophysikalische Untersuchungen bietet. 1912 entdeckte Frank Bickerton, ein Mitglied der Mawson-Expedition, zufällig den ersten Meteoriten in der Antarktis. Seit 1969 wird systematisch nach Meteoriten gesucht, da die Antarktismeteoriten sehr gut konserviert sind und nur geringe Verwitterungsspuren zeigen. Seit den 1950ern werden Detektoren für kosmische Strahlung betrieben, seit den 1980ern untersucht und nutzt man den Standort auch vermehrt für die Infrarot-, Submillimeter-, Radio- und Neutrinoastronomie.</p>
<p><strong>Klimatologie</strong><br />
Die von Glaziologen gewonnenen Eisbohrkerne bilden für Klimatologen eine wichtige Informationsquelle, da aus ihren Zusammensetzungen und ihren Schichtenaufbauten Rückschlüsse über die Klimageschichte der Erde gezogen werden können. Diese Eisarchive reichen weiter in die Erdgeschichte zurück als an jedem anderen Ort der Erde. Zugleich liefern sie komplementäre Informationen zu den Eisbohrkernen der Nordhalbkugel, wie zum Beispiel aus Grönland, da durch die große räumliche Distanz der Probenentnahme regionale Unterschiede identifiziert werden können.</p>
<p><strong>Medizin</strong><br />
Das Personal der Antarktisstationen wird nach strengen medizinischen und psychologischen Kriterien ausgewählt, da die Stationen meist über längere Zeit von der Außenwelt isoliert sind. Die medizinische und psychologische Beobachtung der Wissenschaftler bietet einzigartige Möglichkeiten, u. a. zur Untersuchung des Einflusses des Tag-/Nachtrhythmus, der Ernährung und des psychischen Wohlbefindens von kleinen Gruppen unter hohem Stress.</p>
<p><strong>Meteorologie</strong><br />
Die Antarktis spielt für das Wetter der Südhalbkugel eine wichtige Rolle, deshalb werden auf dem Kontinent umfangreiche meteorologische Untersuchungen durchgeführt. Diese Untersuchungen werden seit den 1950ern an die Anrainerstaaten weitergegeben, da sie eine große Bedeutung für die Wettervorhersagen einnehmen.</p>
<p>Auch aeronomische Untersuchungen, das heißt, Untersuchungen der höheren Schichten der Erdatmosphäre, vor allem der Stratosphäre, haben im ausgehenden 20. Jahrhundert an Bedeutung gewonnen. Den Schwerpunkt bilden hier Forschungen über das Ozonloch, das 1985 erstmals nachgewiesen werden konnte.</p>
<p><strong>Ozeanographie</strong><br />
Der Südliche Ozean untergliedert sich in seiner Tiefenstruktur in drei Bereiche: das antarktische Oberflächenwasser, das zirkumpolare Tiefenwasser und eine darunter liegende stationäre Schicht. Im Bereich des Kontinentalschelfs sind hingegen nur zwei Bereiche unterscheidbar; über einer leicht modifizierten Schicht des zirkumpolaren Tiefenwassers liegt eine Schicht Schelfwasser.</p>
<p>Das zirkumpolare Tiefenwasser ist in das weltumspannende Zirkulationssystem der Ozeane eingebunden, so dass der Region eine große Rolle im globalen Wärmehaushalt zukommt.</p>
<p>Eine wesentliche Rolle spielen dabei die vertikalen Zirkulationsströme, die einen Austausch zwischen dem Tiefen- und Oberflächenwasser bewirken. Dies führt dazu, dass zum einen das Tiefenwasser durch Wärmeabgabe an der viel kälteren Atmosphäre abkühlt, zum anderen aber auch mit Kohlendioxid und Sauerstoff aus der Luft angereichert wird.</p>
<p>Etwa 1500 Kilometer vor den Küsten findet man mit der antarktischen Konvergenz eine stabile Strömung, den antarktischen Zirkumpolarstrom, die den Kontinent ostwärts umspült. Diese Strömung trennt das kalte antarktische Wasser von den wärmeren nördlicheren Ozeanen und sorgt dadurch für eine effektive Wärmeisolation der Antarktis, die wesentlich zu den extrem niedrigen Temperaturen des Kontinents beiträgt.</p>
<p><strong>Politik</strong><br />
Weit entfernt von den Welthandelsrouten, unwirtlich und lebensfeindlich, war die Antarktis von der Kolonialisierung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts nicht betroffen. Auch die Staaten, die klassische Territorialansprüche geltend machen, mussten sich eingestehen, dass die tatsächliche Durchsetzung derartiger Ansprüche schlichtweg unrealistisch ist.</p>
<p>Auf Initiative des Geophysikalischen Jahres in den Jahren 1957/58 wurde daher eine Form der internationalen Zusammenarbeit gefunden, die ebenso einmalig ist wie die Antarktis selbst. Auf der Grundlage des Antarktisvertrags von 1959 hat sich das Antarktische Vertragssystem entwickelt, das unabhängig von der UNO ist und die Antarktis von wirtschaftlicher Ausbeutung und militärischer Nutzung freistellt. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wurde ein internationales Vertragswerk geschaffen, das heute eine Schlüsselstellung in der internationalen Umweltpolitik innehat. Siehe dazu auch Antarktisvertrag</p>
<p><strong>Bodenschätze</strong><br />
In der Antarktis wurden etwa 45 Milliarden Barrel Erdöl, 115 Billionen Kubikmeter Erdgas, Kohle, Titan-, Chrom-, Eisen- und Kupfererz sowie Uranerzlagerstätten festgestellt. Außerdem wurden Platin- und Goldvorkommen gefunden. Der Antarktisvertrag verbietet jedoch bisher die wirtschaftliche Nutzung der Antarktis. Der Vertrag der 45 Nationen wird 2041 auslaufen.</p>
<p><strong>Fischerei</strong><br />
In den reichen antarktischen Fischgründen wurden in der Saison 1998/99 offiziell knapp 120.000 Tonnen, durch illegalen Fischfang jedoch schätzungsweise das Fünffache, gefangen. 1998 wurden von der französischen und australischen Marine acht illegale Fischtrawler aufgebracht.</p>
<p>In der Fangsaison 2009/10 wurden nach Angaben im Fachjournal PNAS 202.000 Tonnen Krill in den antarktischen Gewässern gefangen, oder das Vierfache von 2002/03.</p>
<p><strong>Tourismus</strong><br />
Obwohl die Antarktis für den Menschen eine lebensfeindliche Umgebung darstellt, werden touristische Reisen dorthin immer beliebter. Die Abgeschiedenheit, fehlende Infrastruktur, Witterungsverhältnisse und strenge Umweltschutzauflagen machen diese Ausflüge jedoch zu einem Vergnügen, das nur sehr zahlungskräftigen Personen vorbehalten bleibt. Es gibt einige kommerzielle Angebote für Kreuzfahrten in die Antarktisregion. Darüber hinaus bieten Veranstalter Landausflüge auf den Kontinent und die vorgelagerten Inseln an. Außerdem ist es für Touristen möglich, mit einem Kleinflugzeug die US-amerikanische Amundsen-Scott-Südpolstation zu besuchen. Für Vollprofis gibt es auch die Gelegenheit, einige Berge auf dem antarktischen Kontinent zu besteigen. Für Fans extremer Outdoor-Erlebnisse bietet sich ein Aufenthalt im Zeltlager Patriot Hills an, das nur per Kleinflugzeug zu erreichen ist. Alle Reisen in das antarktische Gebiet (dazu zählt alles südlich des 60. Breitengrades) unterliegen den Bestimmungen des 1991 in Kraft getretenen Umweltschutzprotokolls, welches Bestandteil des internationalen Antarktisvertrages ist.</p>
<p>Der Tourismus beschränkt sich im Wesentlichen auf die Monate November bis Februar. Während 1990/91 1.000 Touristen in die Antarktis kamen, waren es in der Saison 2002/03 bereits 14.000. Nach den USA stellt Deutschland die zweitgrößte Besuchergruppe. Beliebtester Startpunkt für Antarktisreisen ist Ushuaia am Südzipfel Argentiniens. Von dort aus ist die antarktische Halbinsel durch die Drake-Passage zu erreichen und nur ca. zwei Tagesreisen entfernt.</p>
<p>Als besonders außergewöhnliche touristische Aktion gibt es seit 1995 regelmäßig einen Antarktis-Marathon mit einer sehr begrenzten Teilnehmeranzahl. Außerdem findet jeden Sommer zu Neujahr auf McMurdo das Musikfestival IceStock statt.</p>
<p><strong>Geschichte</strong><br />
Lange vor der Entdeckung der Antarktis im Jahre 1820 nahm man die Existenz eines riesigen Südkontinents an, der ein Gegengewicht zu den Landmassen der Nordhalbkugel bilden sollte. Dieser Kontinent namens Terra australis ist auf zahlreichen Weltkarten der frühen Neuzeit abgebildet. Da einige dieser Darstellungen, zum Beispiel die Karte des Piri Reis von 1513, die Karte des Orontius Finaeus von 1531, die Karte von Gerhard Mercator von 1569 oder die Karte von Philippe Buache von 1754, gewisse Ähnlichkeiten mit der tatsächlichen Lage und Form der Antarktis aufweisen, gibt es Autoren, die vermuten, dass die Antarktis bereits lange vor dem offiziellen Datum 1820 entdeckt wurde. Insbesondere für die Karte von Piri Reis ist dies jedoch weder die einzige noch die plausibelste Deutungsmöglichkeit.</p>
<p>Tatsächlich aber gibt es keinerlei Beweise für die Anwesenheit von Menschen in der Antarktis vor dem 19. Jahrhundert. Allerdings wurden durchaus schon Entdeckungsreisen im Südpolargebiet unternommen, so wurden zum Beispiel die Südlichen Shetlandinseln wahrscheinlich bereits 1599 durch Dirk Gerritz oder Gabriel de Castilla 1603 entdeckt. James Cook durchkreuzte den Südlichen Ozean in den Jahren von 1772 bis 1775 und überquerte dabei 1773 als wahrscheinlich erster Mensch den Südlichen Polarkreis, aber Packeis verhinderte, dass er die Antarktis selbst zu Gesicht bekam.</p>
<p>Die erste Sichtung der Antarktis kann nicht mit absoluter Sicherheit an einem Ereignis festgemacht werden: Kapitän Fabian von Bellingshausen von der russischen Marine, Kapitän Edward Bransfield von der britischen Marine und der US-amerikanische Robbenjäger Nathaniel Palmer sichteten die Antarktis innerhalb weniger Tage oder Wochen, wahrscheinlich war Bellingshausen am 16. Januarjul./ 28. Januar 1820greg. der erste. Die erste Landung fand nur ein Jahr später durch den US-amerikanischen Robbenjäger John Davis am 7. Februar 1821 statt. Der englische Seefahrer James Weddell konnte bei guten Witterungsbedingungen 1823 im nach ihm benannten Weddell-Meer bis auf 74° 15′ Süd vorstoßen. Der französische König beauftragte daraufhin Jules Dumont d’Urville, diesen Rekord zu brechen, doch dessen Reise 1837–1838 war erst im zweiten Anlauf erfolgreich, als er das Adelie-Land sichtete.</p>
<p>Nachdem 1831 der magnetische Nordpol lokalisiert wurde, brach James Clark Ross mit seinen Schiffen HMS Erebus und HMS Terror 1839 zum magnetischen Südpol auf. Auf der Suche danach konnte Ross zwar dessen ungefähre Position bestimmen, ihn aber nicht erreichen. Dabei kartierte er auch die Ross-See, eine Seeregion, die später nach ihm benannt wurde.</p>
<p>Die eigentliche Eroberung der Antarktis aber begann 1895 mit dem 6. Internationalen Geographischen Kongress, der in Londons Imperial Institute stattfand. Am 3. August wurde auf diesem Kongress eine Resolution verabschiedet, die festhielt, „that this Congress record its opinion that the exploration of the Antarctic regions is the greatest piece of geographical exploration still to be undertaken“, und forderte die Wissenschaftler der Welt auf, Expeditionen dorthin zu planen.</p>
<p>Wild wie kein anderes Land unserer Erde liegt es da, ungesehen und unbetreten. (Roald Amundsen, 1911)<br />
In einer Zeit, in der die gesamte Welt entdeckt schien, empfand man die Antarktis als letzten unbekannten Flecken der Erde, und die Eroberung dieses Teils der Erde wurde zur Metapher für den Triumph des Imperialismus. In diesem Sinne sagte Leonard Darwin, der Präsident der Royal Geographical Society während eines Abschiedsessens für Robert Falcon Scott, bevor dieser zu seiner Antarktisexpedition aufbrach:</p>
<p>„Scott is going to prove once again that the manhood of our nation is not dead and that the characteristics of our ancestors who won the Empire still flourish among us.“</p>
<p>Die erste Antarktisexpedition von Scott (1901–1904) näherte sich dem Südpol bis auf 480 Meilen.</p>
<p>Die erste deutsche Südpolarfahrt, die Gauß-Expedition, fand von 1901 bis 1903 unter der Leitung von Erich von Drygalski statt. Ausgestattet mit dem Schiff Gauß entdeckten die Forscher das Kaiser-Wilhelm-II.-Land und sichteten aus einem Forschungsballon den Gaußberg.</p>
<p>Die Expedition von Ernest Henry Shackleton (1907–1909), ehemals ein Mitglied von Scotts Mannschaft, näherte sich dem Südpol bis auf 97 Meilen, bevor sie zur Umkehr gezwungen war.</p>
<p>Am 14. Dezember 1911 erreichte Roald Amundsen mit einer norwegischen Expedition als erster den Südpol, einen Monat bevor Robert Falcon Scott und seine Begleiter, die zuerst in der Antarktis angekommen waren, am Pol anlangten. Scott wurde auf seinem Rückweg durch einen Schneesturm aufgehalten – er und alle seine Begleiter starben durch die herrschende außergewöhnliche Kälte.</p>
<p>Als vierter großer Antarktisentdecker dieser Zeit gilt Douglas Mawson, der erst Mitglied der Expedition Discovery unter Leitung von Shackleton war, und 1911 eine eigene Expedition in die Antarktis durchführte.</p>
<p>Die zweite deutsche Südpolarexpedition unter der Leitung von Wilhelm Filchner entdeckte 1912 mit dem für neun Monate im Packeis eingeschlossenen Expeditionsschiff Deutschland das Filchner-Ronne-Schelfeis und das Prinzregent-Luitpold-Land.</p>
<p>Eine der legendärsten Expeditionen der Antarktis ist jedoch die 1914 begonnene Expedition Endurance, die zum Ziel hatte, die Antarktis zu überqueren, jedoch ebenso wie das Expeditionsschiff Deutschland, im Packeis eingeschlossen wurde.</p>
<p><strong>Antarktisvertrag</strong><br />
Während des Internationalen Geophysikalischen Jahres 1957 bis 1958 fand eine große Zahl von Expeditionen statt. Unter anderem erreichte ein Team um den Neuseeländer Sir Edmund Hillary mit umgebauten Traktoren als erstes nach Scott auf dem Landweg den Südpol, wo am 20. Januar das Team um den Briten Vivian Fuchs auf Shackletons Route hinzustieß und die Forscher gemeinsam als „British Commonwealth Transantarctic Expedition“ bis zum 2. März die erste Durchquerung der Antarktis vollendeten. Außerdem erreichte am 14. Dezember 1958 eine sowjetische Expedition den Südpol der Unzugänglichkeit und richtete dort eine Forschungsstation ein, die bis zum 26. Dezember betrieben wurde.</p>
<p>Der Antarktisvertrag wurde am 1. Dezember 1959 unterzeichnet und trat am 23. Juni 1961 in Kraft. Er hat eine Laufzeit von 80 Jahren.</p>
<p><strong>Gegenwart</strong><br />
Am 28. November 1979 prallte Air-New-Zealand-Flug 901 infolge eines Navigationsfehler gegen den Mount Erebus. Dieser Unfall, bei dem alle 237 Passagiere und die 20 Besatzungsmitglieder der DC-10 starben, beendete die Ära der kommerziellen Touristenflüge auf den Kontinent. Die Risiken waren ohne jeglichen wissenschaftlichen Nutzen nicht mehr vertretbar. Am 13. November 1998 blieb eine LC-130-Hercules-Maschine der New York Air National Guard, die sich auf einem Versorgungsflug befand, in einer Gletscherspalte stecken.</p>
<p>1996 wurde durch Satellitenaufnahmen ein riesiger See aus flüssigem Wasser entdeckt. Der Wostoksee liegt unter einem 3.600 Meter dicken Eispanzer in der Nähe der russischen Station Wostok.</p>
<p>Reinhold Messner und Arved Fuchs konnten erstmalig vom 13. November 1989 bis zum 12. Februar 1990 den gesamten Kontinent über den Südpol in 92 Tagen zu Fuß durchqueren. 2001 folgten ihnen die beiden Antarktis-Abenteurerinnen Ann Bancroft und Liv Arnesen auf Skiern.</p>
<p>Der Verkehr in der Antarktis orientiert sich hauptsächlich an den klimatischen Bedingungen, um den ökologischen Fussabdruck so gering wie möglich zu halten.</p>
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		<title>Asien</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 15:15:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>

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		<description><![CDATA[Asien ist mit rund 44,6145 Millionen Quadratkilometern der größte Kontinent und Teil Eurasiens. Es umfasst etwa ein Drittel der Landmasse der Erde. In Asien leben mit etwa vier Milliarden Menschen etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung. Etymologie Das Wort Asien stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem [...]]]></description>
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<p>Asien ist mit rund 44,6145 Millionen Quadratkilometern der größte Kontinent und Teil Eurasiens. Es umfasst etwa ein Drittel der Landmasse der Erde. In Asien leben mit etwa vier Milliarden Menschen etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung.</p>
<p><strong>Etymologie</strong><br />
Das Wort Asien stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen Morgenland. So wurde in der Antike das Gebiet Kleinasiens Asien genannt, woraus sich später auch der Name der römischen Provinz Asia ergab. In der Antike wurde die Bezeichnung Asia auf Personennamen zurückgeführt.  <span id="more-893"></span></p>
<p><strong>Geographie</strong><br />
Die kontinentale Landmasse liegt ganz in der östlichen Hemisphäre und nördlich des Äquators mit Ausnahme der Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien, die östlich der Datumsgrenze liegt, und den südöstlichsten Inseln im Malaiischen Archipel, die sich auf der Südhalbkugel der Erde befinden. Asien ist der größte Kontinent der Erde. Mit ca. 44,614 Millionen Quadratkilometer Fläche (ohne Russland 31,7 Millionen Quadratkilometer) umfasst er rund ein Drittel der gesamten Landmasse. Gemeinsam mit Europa wird Asien auch als Teil des Großkontinents Eurasien betrachtet.</p>
<p><strong>Ausdehnung</strong><br />
Asien wird im Norden vom Arktischen Ozean, im Osten vom Pazifischen Ozean und im Süden vom Indischen Ozean begrenzt.</p>
<p>Im Westen wird die Grenze zu Europa von Nord nach Süd durch das Ural-Gebirge, den Ural-Fluss, das Kaspische Meer bzw. die Manytschniederung, den Kaukasus, die Südküste des Schwarzen Meeres, sowie Bosporus, Marmarameer und Dardanellen gebildet. Von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer ist diese Grenze rund 2.700 km lang. Mit Afrika ist Asien nördlich des Roten Meeres über die Halbinsel Sinai (Landenge von Sues, 145 km breit) verbunden.</p>
<p>Im Nordosten liegen die Festlandmassen von Asien und Nordamerika an der Beringstraße etwas mehr als 80 km voneinander entfernt.</p>
<p>Im Südosten bildet der Malaiische Archipel die Verbindung zu Australien.</p>
<p>Die Küstenlänge Asiens beträgt etwa 82.300 km, davon entfallen auf den Arktischen Ozean 15.900 km, auf den Pazifischen Ozean 27.300 km, auf den Indischen Ozean 33.600 km und auf das Mittelmeer und das Schwarze Meer zusammen rund 5.500 km.</p>
<p>• Der geographische „Mittelpunkt Asiens“ in Kysyl, RusslandDer geografische Mittelpunkt<br />
  Asiens liegt nach Berechnung des britischen Geografen Douglas Carruthers[2] aus dem<br />
  frühen 20. Jahrhundert bei Kysyl in der autonomen russischen Republik Tuwa in Südsibirien<br />
  am Zusammenfluss von großem und kleinem Jenissei.<br />
• Nördlichster Punkt der Landmasse ist das Kap Tscheljuskin (77° 40′ nördliche Breite)<br />
  auf der Taimyr-Halbinsel in Sibirien.<br />
• Südlichster Punkt der Landmasse ist der Bundesstaat Johor an der Spitze der Malaiischen<br />
  Halbinsel, die südöstlichsten Inseln im Malaiischen Archipel befinden sich sogar auf der<br />
  Südhalbkugel der Erde.<br />
• Westlichster Punkt ist das Kap Baba in Kleinasien (26° 4′ östliche Länge)<br />
• Östlichster Punkt ist auf Kap Deschnjow (169° 44′ westliche Länge) auf der<br />
  Tschuktschen-Halbinsel in Ostsibirien.</p>
<p>Der riesigen Landmasse sind zahlreiche größere Inseln und Halbinseln vorgelagert.</p>
<p>• Im Westlichen Teil, Kleinasien (Anatolien) ist der Teil der Eurasischen Platte.<br />
• im Südwesten die Arabische Halbinsel zwischen dem Roten Meer und dem Persischen<br />
  Golf zählt geologisch zur Arabischen Platte.<br />
• Indien zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Bengalen, mit der vorgelagerten<br />
  Insel Sri Lanka zählt geologisch zur indisch-australischen Platte.<br />
• im Südosten Hinterindien mit Indochina, Malaysia und Indonesien zwischen dem Golf von<br />
  Bengalen und dem Chinesischen Meer.<br />
• An der Ostküste Asiens befinden sich mehrere südwärts gerichtete Halbinseln mit<br />
  vorgelagerten Inselreihen: Die Koreanische Halbinsel, Kamtschatka mit den Kurilen,<br />
  Sachalin und die Inseln Japans (Hokkaidō, Honshū, Shikoku und Kyūshū) sowie die Philippinen.<br />
• Im Norden ist die sibirische Küste, neben der Taimyr- und der Jamal-Halbinsel, durch<br />
  die Mündungen mächtiger Ströme geprägt.</p>
<p><strong>Gebirge</strong><br />
Nördlich des indischen Subkontinents erheben sich im Anschluss an den Punjab und die Ebene des Ganges die höchsten Gebirge der Erde in denen alle vierzehn Achttausender liegen.</p>
<p>Im Himalaya befindet sich mit dem Mount Everest (8.848 m) der höchste Gipfel. Im Westen schließt an den Himalaya das Karakorum-Gebirge mit dem zweithöchsten Berg K2 (8.611 m) und weiter südöstlich der Hindukusch (Tirich Mir: 7.699 m) sowie nordwestlich der Pamir (Kongur: 7.649 m) an. Das sich nördlich des Himalaya und des Transhimalaya mit dem „heiligen Berg“ Kailash (6.714 m) erstreckende Hochland von Tibet („Dach der Welt“), die höchstgelegene und größte Hochebene der Erde, wird im Nordwesten vom Kunlun-Shan-Gebirge und im Nordosten vom Qilian Shan umfasst.</p>
<p>Im Norden des Kunlun Shan, jenseits der Wüste Taklamakan und des Tarimbeckens, erhebt sich im Westen das bis zu 7.439 m hohe Tianshan-Gebirge und im Osten der bis zu 4.506 m hohe Altai. Daran anschließend erstrecken sich weitläufige Ebenen, Steppen und Tundren (vgl. Sibirien) bis zum Nordpolarmeer, die von einigen Mittelgebirgen unterbrochen werden, darunter der kasachischen Schwelle (bis 1.566 m), dem mittelsibirischen Bergland (bis 1.701 m), den Jenisseibergen (bis 1.104 m) und im äußersten Nordosten dem ostsibirische Bergland mit seinen Teilgebirgen, an das im Süden das südsibirische Gebirge anschließt. Im Westen bildet der bis zu bis 1.894 m hohe Ural die Begrenzung des westsibirischen Tieflandes und des asiatischen Kontinents.</p>
<p>Weiter südlich, im Südwesten des Kontinents, liegt der Kaukasus (Elbrus: 5.642 m), der verschiedentlich als Teil der innereurasischen Grenze, aber auch als europäisches Gebirge betrachtet wird. Im Norden Kleinasiens, entlang der Küste des Schwarzen Meeres liegt das pontische Gebirge, im Westen der 2.542 m hohe Uludağ und im Osten der 5.137 m hohe Ararat. Östlich von Mesopotamien, dem Zweistromland von Euphrat und Tigris, erhebt sich das bis zu mehr als 4.500 m hohe Zagros-Gebirge. Daran anschließend liegt im Nordosten, zwischen Kaspischem Meer und Iranischem Hochland, das Elburs-Gebirge (Damavand: 5.671 m).</p>
<p>Karstberge am Li-FlussIn Ostasien befinden sich einige weitere kleinere Gebirgszüge wie etwa das Changbai-Gebirge an der Grenze zwischen China und Nordkorea (Paektu-san: 2.750 m), die Huang-Shan-Berge (Lotosblütengipfel: 1.841 m) in der chinesischen Provinz Anhui und die Karst-Gipfel nahe der Stadt Guilin im autonomen Gebiet Guangxi am Li-Fluss. Daoisten gelten fünf und Buddhisten vier als „heilige Berge Chinas“ und sind bedeutende Pilgerorte.</p>
<p>Entlang der Ostküste Südostasiens erstreckt sich von Nord nach Süd die annamitische Küstenkette, im Norden Thailands das Phetchabun-Gebirge und die Khorat-Hochebene und auf der malaiischen Halbinsel die Ausläufer der hinterindischen Zentralkette (Gunung Tahan: 2.187 ). Auf kambodschanischem Gebiet befinden sich das nur rund 600 m hohe Dangrek- und das Kardamom-Gebirge (Phnom Aural: 1.813 m).</p>
<p><strong>Vulkane</strong><br />
Vulkane finden sich in großer Zahl entlang des so genannten „pazifischen Feuerrings“ – in Asien vor allem auf Kamtschatka in Russland, auf Japan, auf den Philippinen und in Indonesien.</p>
<p>Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka liegen allein 160 Vulkane, darunter der 4.750 m hohe Kljutschewskaja Sopka, von denen 28 aktiv sind, sowie zahlreiche Geysire. Auf den Philippinen, deren mehr als 7.000 Inseln fast alle vulkanischen Ursprungs sind, sind heute rund 20 Vulkane aktiv, darunter der Pinatubo (1.486 m) und der Mayon (2.462 m). Unter den rund 240 Vulkanen auf den japanischen Inseln, von denen 40 aktiv sind, nimmt der Fujisan (3.776 m; im Westen oft Fujiyama genannt) eine besondere Position im Glauben (vgl. Shintō) der Menschen ein. Andere Vulkane auf den japanischen Inseln sind unter anderem der Akagi (1.828 m), das Vulkanmassiv des Ontake-san (Kengamine: 3.067 m), der Rishiri (1.721 m) und die Vulkangruppe Bandai.</p>
<p>Weitere Vulkane Asiens sind beispielsweise in der Mongolei, in China, auf der Koreanischen Halbinsel, in Vietnam und Myanmar, auf den Andamanen, dem indischen Subkontinent und weiter westlich auf der arabischen Halbinsel, in Iran, Syrien, Georgien und der Türkei zu finden.</p>
<p><strong>Flora und Fauna</strong><br />
Durch die gewaltige Ausdehnung des (Teil-)Kontinentes können hier nur die wichtigsten Vegetationszonen oder Ökozonen genannt werden.</p>
<p>Tundra im Gebiet der Nenzen am Unterlauf des JenisseiVon Nord nach Süd können folgende Klimazonen und Landschaftszonen unterschieden werden.</p>
<p>• baumlose Tundra nördlich des Polarkreises. Die wichtigsten Tiere für die nomadisch<br />
  lebenden Bewohner wie diejenigen der Nenzen sind die Rentiere.<br />
• borealer Nadelwald (Taiga) in Sibirien etwa zwischen Polarkreis und Verlauf der<br />
  Transsibirischen Eisenbahn. Die vielfältige Fauna hat (historische) Bedeutung für die<br />
  Jagd, neben Ackerbau und der Viehzucht hat auch die Holznutzung Bedeutung. Hier leben<br />
  z. B. die seltenen Amurtiger und Amurleoparden.<br />
• kontinentale Graslandschaften oder Steppen. Als Beispiel für die Nutzung können die neun<br />
  tuwinischen „Haustiere“ gelten: Rind, Pferd, Rentier, Schaf, Ziege, Kamel, Yak, Hund, Katze.<br />
• vegetationsarme, felsige Gebirgslandschaften und Wüstenlandschaften. Hochlandklima mit<br />
  großen Tagestemperaturschwankungen und viel Sonnenschein.<br />
• tropische Regenwälder nach der Rodung folgt als nächster Zerstörungsschritt häufig der<br />
  Anbau von Monokulturen wie Palmöl Plantagen, z. B. in Sabah (Malaysia) auf Borneo.<br />
• tropische Monsungebiete, wie das Mekongdelta: hier dominiert der Reisanbau und als<br />
  Nutztiere Geflügel und Schweine sowie der Fischfang.</p>
<p><strong>Geschichte</strong><br />
Asien ist die Wiege zahlreicher Kulturen, beispielsweise in Japan, in China, in Indien, in Iran sowie Babylonien und Assyrien in Vorderasien. Alle sogenannten Weltreligionen sind in Asien entstanden.</p>
<p>Asien und Europa verbindet eine Lange Tradition an Kriegen (beispielsweise Alexander der Große, die Perserkriege, die Kreuzzüge, die Einfälle der Hunnen und der Türken) und an Entdeckungsreisen (beispielsweise Sven Hedin).</p>
<p>Asien ist von jeher von Großreichen geprägt und nicht so zersplittert wie Europa. Die chinesische Kultur hat in der Welt, vor allem jedoch in Ostasien, ihre Spuren hinterlassen (Papier, Buchdruck, Kompass, Seide, Porzellan u. v. m.). Aus Indien hat sich der Buddhismus verbreitet. Nordasien (insbesondere Sibirien) blieb lange Zeit nahezu unbesiedelt, erst als sich das Russische Reich weiter ausdehnte, wurden dort größere Städte gegründet. Zentralasien war traditionell die Heimat von Steppenvölkern (Reitervölker), (beispielsweise den Mongolen), die in früheren Zeiten eine Bedrohung für Europa darstellten. Der Nahe Osten ist seit dem 7. Jahrhundert vom Islam geprägt und hat einen stark prägenden Einfluss auf Nordafrika gehabt.</p>
<p><strong>Bevölkerung</strong><br />
In Asien leben rund vier Milliarden Menschen, was etwa 60 % der Erdbevölkerung entspricht. Sowohl in Indien als auch in China leben je über eine Milliarde Menschen. Während vor allem Russland und die Mongolei sehr dünn besiedelt sind, kämpfen andere Länder mit den Auswirkungen ihrer Bevölkerungsexplosion.</p>
<p>Gesundheit und Lebenserwartung korrelieren mit dem Wohlstand der Nationen. Höherer Lebensstandard bedeutet auch mehr Ressourcen für die eigene wie für die Volksgesundheit.</p>
<p>Die Bewohner von Macao, Singapur, Hongkong und Japan erreichen unter den Asiaten das höchste Durchschnittsalter. Saudi-Arabien, Arabische Emirate, Brunei, China, Malaysia, Thailand, Philippinen und Indonesien liegen mit der Lebenserwartung weltweit etwa im Mittel. Die kürzeste Lebenserwartung in Asien haben Menschen in Indien, Bangladesch, Burma, Kambodscha, Laos, Bhutan und Afghanistan[3].</p>
<p>Malaria ist in Südasien und Südostasien verbreitet. Es gibt noch kein effektives Impfmittel gegen Malaria. Durch Insektensprays könnte die Verbreitung etwas eingedämmt werden, diese sind aber für große Teile der betroffenen Bevölkerung zu teuer.</p>
<p>AIDS ist weit verbreitet. Besonders in Russland, Indien, Nepal, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Malaysia tritt das HI-Virus vermehrt auf. Dagegen sind in Japan, der Mongolei, Sri Lanka, Bangladesch, Bhutan, Afghanistan, Turkmenistan, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Nahen Osten nur relativ wenige Menschen an AIDS erkrankt. Diese Angaben sind aber mit Vorsicht zu genießen, da die HIV-Infektionsrate als Durchschnittswert auf das ganze Land bezogen ist, aber vor allem in den Großstädten gehäuft auftritt.</p>
<p><strong>Wirtschaft</strong><br />
Nach der Einteilung in Nordasien (Russland), Westasien (W), Zentralasien (Z), Südasien (S), Südostasien (SO) und Ostasien (O) ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p>In Asien gibt es nach Afrika die meisten Entwicklungsländer. Dazu gehören Vietnam (SO), Kambodscha (SO), Laos (SO), Myanmar (SO), Bangladesch (S), Bhutan (S), Nepal (S), Pakistan (S), Afghanistan (S), Tadschikistan (Z), Usbekistan (Z), Kirgisistan (Z), Georgien (W), Armenien (W), Aserbaidschan (W), Jemen (W), die Mongolei (O) sowie (noch) die Volksrepublik China (O) und Indien (S).</p>
<p>Zu den ins Industriezeitalter „eingekauften“ Ländern gehören die Erdöl fördernden Staaten Iran (S), Irak (W), Kuwait (W), Saudi-Arabien (W) und Vereinigten Arabischen Emirate (W) (und vielleicht auch bald die erdölreichen Gebiete der ehemaligen Sowjetunion).</p>
<p>Als Industrienationen gelten Japan (O), Singapur (SO), die Republik China (O), Südkorea (O), Israel (W), und die beiden an die Volksrepublik China (O) zurückgegebenen Kolonien Hongkong und Macao. Diese Länder zählen heute zu den weltweit führenden Ländern in Bereichen der Hochtechnologie. Auch Malaysia (SO) unternimmt erfolgreich Anstrengungen an die Spitze aufzuschließen.</p>
<p><strong>Tigerstaaten</strong><br />
Nach dem zweiten Weltkrieg, verstärkt ab den 1960er-Jahren, war das wirtschaftliche Wachstum zunächst auf die Länder entlang der Pazifikküste konzentriert, wovon vor allem Japan, Südkorea und die Republik China, sowie die ehemaligen britischen Kolonien Hongkong und Singapur, profitierten, die sich eng an die Wirtschaft der USA banden. In den 1980er-Jahren entwickelten sich mehrere Staaten in Ost- und Südostasien mit einem raschen Wirtschaftswachstum von Schwellenländern zu Industrieländern: die so genannten „Tigerstaaten“ Hongkong (damals noch eine Kronkolonie des Vereinigten Königreichs), Republik China, Singapur und Südkorea. 1997/98 fand die rasante Hochkonjunktur in vielen dieser Länder mit der Asienkrise ihr Ende, die von Thailand ausgehend, vor allem eine Finanz- und Währungskrise war. Seitdem wächst die Wirtschaft dieser Staaten zwar weiter, aber das sehr hohe Wachstum von bis zu 10 % hat sich auf 5–6 % abgeschwächt.</p>
<p><strong>Entwicklungsländer</strong><br />
Weite Teile Asiens sind nach wie vor landwirtschaftlich geprägt, wobei insbesondere Reisanbau und Fischfang von Bedeutung sind.</p>
<p>Rohstoffarme Staaten oder durch Kriege und korrupte Regierungen zurückgeworfene Staaten wie Afghanistan, Bangladesch, Myanmar, Laos, Kambodscha, Vietnam sowie die ehemaligen Sowjetrepubliken in Zentralasien sind nach wie vor landwirtschaftlich entsprechend ihrer Topographie geprägt.</p>
<p>Die meisten heutigen zentral- und nordasiatische Staaten waren bis zu dessen Zerfall 1990/91 Teil der Sowjetunion und somit planwirtschaftlich organisiert. Die Wirtschaft dieser Länder ist großteils von Landwirtschaft und Schwerindustrie bestimmt.</p>
<p>Rohstoffreichtum einiger Regionen wie etwa Erdöl und -gas im Gebiet des Kaspischen Meeres oder diejenigen in der Tundra von Sibirien gewinnen Bedeutung im sich weltweit verstärkenden Kampf um diese Ressourcen wobei Fluch und Segen für die Bewohner häufig nahe beieinander liegen (Umweltverschmutzung, Korruption und Kriege).</p>
<p><strong>Golfstaaten</strong><br />
In Südwestasien ist vor allem die Erdölförderung der bestimmende Wirtschaftszweig. Die weltweit größten bekannten Reserven befinden sich auf der arabischen Halbinsel und in den umliegenden Regionen am persischen Golf, wobei das Königreich Saudi-Arabien über die umfangreichsten Ölfelder verfügt. Weitere bedeutende Förderländer sind Iran und Irak. Die flächenmäßig kleinen Emirate Kuwait und Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und das Königreich Bahrain zählen durch den Verkauf von Erdöl bei zugleich relativ geringer Bevölkerungszahl zu den reichsten Staaten der Erde.</p>
<p><strong>Politik</strong><br />
Die Arabische Liga wurde als Verbund arabischer Staaten am 22. März 1945 in Kairo gegründet, wo sie auch ihren Sitz hat. Sie besteht aus 22 Mitgliedstaaten: 21 Nationalstaaten in Afrika und Asien sowie Palästina. Hauptziel der Arabischen Liga sind die Förderung der Beziehungen der Mitgliedstaaten auf politischem, kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet. Die Unabhängigkeit und Souveränität der Mitgliedstaaten und der arabischen Außeninteressen soll bewahrt und Streit innerhalb der Liga geschlichtet werden. Mitgliedsstaaten aus Asien sind: Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, die Palästinensischen Autonomiegebiete, Saudi-Arabien, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate.</p>
<p>Im September 1960 gründeten Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien und der südamerikanische Staat Venezuela in Bagdad die OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder), der später auch die Ölförderländer Katar (1961), Indonesien (1962) und die Vereinigten Arabischen Emirate (1967) beitraten. Die OPEC–Mitgliedstaaten aus Asien, Afrika und Südamerika fördern zusammen etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und verfügen über rund drei Viertel der weltweiten Erdölreserven. Ziele der OPEC sind eine gemeinsame Ölpolitik, um sich gegen einen Preisverfall abzusichern, und zugleich die weltweite Ölversorgung sicherzustellen. Über die Festlegung von Förderquoten für die einzelnen OPEC-Mitglieder wird die Erdölproduktion geregelt. Neben der OPEC sind eine Reihe von Staaten auch in der OAPEC (Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Staaten) vertreten, die 1968 von Kuwait, Libyen und Saudi-Arabien als Zusammenschluss politisch konservativer arabischer Länder Asiens und Nordafrikas und Gegenpol zur OPEC geschaffen wurde. Weitere Mitglieder aus Asien sind heute Bahrain, Irak, Katar, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate.</p>
<p>Die ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen) wurde am 8. August 1967 als politische, wirtschaftliche und kulturelle Vereinigung der südostasiatischen Staaten Thailand, Indonesien, Malaysia, Philippinen und Singapur gegründet. Ziel war und ist die Zusammenarbeit in der Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs, des sozialen Fortschritts und der politische Stabilität in der Region. Gegründet in der Zeit des „Kalten Krieges“ war das Bündnis von Anfang an kapitalistisch-marktwirtschaftlich und auf die Zusammenarbeit mit den westlichen Industrienationen ausgerichtet und stand in Konkurrenz zur kommunistisch-planwirtschaftlichen Volksrepublik China. 1984 trat das Sultanat Brunei der ASEAN bei, 1995 Vietnam, 1997 Myanmar und Laos sowie 1999 Kambodscha. Papua-Neuguinea hat den Status eines Beobachters. Am 1. Januar 2003 wurde mit der Etablierung des ASEAN-Freihandelszone (AFTA) eine Freihandelszone geschaffen, der alle Mitgliedsstaaten der ASEAN angehören. Australien und Neuseeland stehen in Verhandlungen, um diesem Freihandelsabkommen beizutreten. ASEAN plus Drei bezeichnet die gemeinsame Konferenz der ASEAN-Staaten mit China, Japan und Südkorea. In Thailand wurde 2000 die Chiang-Mai-Initiative begründet, die eine enge Kooperation der ASEAN plus Drei-Länder im Finanzsektor festlegt.</p>
<p>Iran, Pakistan und die Türkei gründeten 1985 die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO) aus der eine Freihandelszone entstehen sollte. Seit der Auflösung der Sowjetunion traten auch Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan dem Kooperationsbündnis bei. Internationale Bedeutung kommt ihm vor allem durch den Reichtum an Bodenschätzen in einigen Mitgliedsländern und durch die strategische Lage als Transitkorridor für diese Güter sowohl nach Europa wie auch nach China zu.</p>
<p>Auf Initiative der USA, Japans und Australiens wurde 1989 die Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) geschaffen, deren Ziel die Einrichtung einer aller Pazifik-Anrainerstaaten umfassenden Freihandelszone in zwei Schritten ist: ab 2010 sollen die Freihandelsabkommen für die Industrienationen der Regionen gelten, ab 2020 auch für die Entwicklungsländer. Asiatische Mitglieder der APEC sind Brunei, die Volksrepublik China, Indonesien, Japan, Malaysia, Papua-Neuguinea, die Philippinen, Russland, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand und Vietnam.</p>
<p>as Asien-Europa-Treffen (Asia-Europe Meeting: ASEM) dient der Beratung und multilateralen Gesprächen zwischen Europa und Asien über eine Zusammenarbeit in Wirtschaft, Politik, Bildung und Kultur. Der Vorschlag zu diesem Treffen kam vom damaligen Premierminister von Singapur Goh Chok Tong und wurde im März 1996 umgesetzt. Mitgliedern aus Asien sind: Brunei, die Volksrepublik China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Südkorea, Thailand und Vietnam.</p>
<p>1997 wurde die Gruppe der acht Entwicklungsländer (D-8) gegründet, der neben Ägypten und Nigeria die asiatischen Staaten Bangladesch, Indonesien, Iran, Malaysia, Pakistan und die Türkei angehören. Ziel der D-8 ist es ihre Stellung in der Weltwirtschaft zu verbessern, Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Handelsbeziehungen zu schaffen, die Teilhabe bei Entscheidungen auf internationaler Ebene auszubauen und so für bessere Lebensbedingungen der Menschen in Entwicklungsländern zu sorgen.</p>
<p>Die Shanghai Cooperation Organisation (SCO; auch: Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, SOZ) ging 2001 aus der Shanghai-Five-Gruppe hervor, die in erster Linie der militärischen Zusammenarbeit der Mitgliedsländer und der Reduktion der Militärpräsenzen an den gemeinsamen Grenzen dienen sollte. Zu den ursprünglichen Mitgliedsstaaten Volksrepublik China, Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan kam mit Gründung der SCO Usbekistan hinzu. Die Mongolei, Indien, Pakistan und der Iran befinden sich im Beobachterstatus. Besonders Indien wird zu einer vollen Mitgliedschaft ermutigt. Neben der Verbesserung der politischen Stabilität in der Region, wozu auch ein Antiterrornetzwerk (Regional Antiterrorism Structure, RATS) eingerichtet wurde, wird langfristig eine gemeinsame Außenpolitik und die Schaffung einer Freihandelszone angestrebt.</p>
<p>Im Vorfeld der fünften ministeriellen Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Cancún (Mexiko) wurde am 20. August 2003 die Gruppe der Zwanzig (auch G20, zeitweise G21, G22 oder G20+) als gemeinsame Plattform für Entwicklungs- und Schwellenländern und Gegengewicht zu den USA und der EU geschaffen. Neben Brasilien sind die Volksrepublik China und Indien darin die führenden Kräfte. Mitglieder sind auch Indonesien, Pakistan, die Philippinen und Thailand.</p>
<p>Seit 2002 kooperien 30 Asiatische Staaten aus allen Regionen im Asian Cooperation Dialogue. Jährliche Treffen vor allem der Außen-, Finanz- und Wirtschaftsminister sollen zu einer verstärkten Zusammenarbeit beitragen.</p>
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		<title>Australien</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 14:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>

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		<description><![CDATA[Australien als Kontinent umfasst eine Hauptlandmasse, Australien, und die vorgelagerten Inseln Tasmanien und Neuguinea. Häufig werden zum Kontinent Australien auch die im Pazifik gelegenen Inselstaaten gezählt, insbesondere aus kulturellen und politischen Gründen Neuseeland. Diese erweiterte Region wird aus kulturellen Gründen als Kontinent Ozeanien bezeichnet. Die Hauptlandmasse wurde vormals auch Neuholland genannt, der Kontinent (aus europäischer [...]]]></description>
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<p>Australien als Kontinent umfasst eine Hauptlandmasse, Australien, und die vorgelagerten Inseln Tasmanien und Neuguinea. Häufig werden zum Kontinent Australien auch die im Pazifik gelegenen Inselstaaten gezählt, insbesondere aus kulturellen und politischen Gründen Neuseeland. Diese erweiterte Region wird aus kulturellen Gründen als Kontinent Ozeanien bezeichnet.</p>
<p>Die Hauptlandmasse wurde vormals auch Neuholland genannt, der Kontinent (aus europäischer Sichtweise) als Fünfter Kontinent gezählt.</p>
<p><strong>Erdgeschichtliche Entstehung</strong><br />
Der Kontinent Australien war Teil des südlichen Superkontinents Gondwana, der vor etwa 200 Millionen Jahren aufgrund der Kontinentaldrift vom Urkontinent Pangaea getrennt wurde.  <span id="more-866"></span></p>
<p>Nachdem sich nacheinander Afrika und Madagaskar (vor ca. 160 Millionen Jahren), Indien (vor ca. 125 Millionen Jahren) und Neuseeland (vor ca. 80 Millionen Jahren) von Gondwana abspalteten, driftete der australische Kontinent langsam nach Norden, blieb aber bis vor 45 Millionen Jahren weiterhin mit Antarktika verbunden. Während dieser Zeit bildeten Australien, Neuguinea und Tasmanien eine zusammenhängende Landmasse, Sahul. Vor 15 Millionen Jahren kollidierte der nördliche Teil Sahuls mit Südostasien, wodurch sich die Gebirge Neuguineas auffalteten. Aus dieser Kollision entstand auch die Torres-Straße, die allerdings zu dieser Zeit noch über dem Meeresspiegel lag. Erst vor 8000 Jahren wurde die Torres-Straße, vor etwa 12.000 Jahren auch die Bass-Straße überflutet und damit die kontinuierliche Landverbindung zwischen Neuguinea, Australien und Tasmanien unterbrochen.</p>
<p>Während der Kontinent Teil Gondwanas war, herrschte ein mildes Klima vor. Nach der Trennung von Antarktika kam es durch die neu auftretenden Meeresströmungen zwischen diesen Kontinenten zu einem kühleren und trockeneren Klima. Dieser Effekt wurde noch verstärkt, nachdem sich auch Südamerika und der antarktische Kontinent trennten und damit der Antarktische Zirkumpolarstrom einsetzte.</p>
<p>Der Kontinent Australien liegt heute auf der australischen Kontinentalplatte, die als Teil der größeren indisch-australischen Platte gesehen wird. Sie umfasst Australien, die südlichen Teile der Insel Neuguinea, den nördlichen Teil Neuseelands sowie den östlichen Indischen Ozean, den Indischen Subkontinent und einen Teil des Pazifischen Ozeans. Der Kontinent bewegt sich heute mit einer Geschwindigkeit von 73 mm pro Jahr in Richtung Nordosten.</p>
<p><strong>Geographie</strong><br />
Der Kontinent Australien umfasst eine Hauptlandmasse, das eigentliche Australien, die vorgelagerten Inseln Tasmanien, Neuguinea, welches auch Papua oder Irian genannt wird, sowie mehrere Inselgruppen und kleinere Inseln wie Salawati, Misool, die Aru-Inseln, die Biak-Inseln, Yapen, die Lusancay-Inseln, Muyua (&#8220;Woodlark&#8221;), die D´Entrecasteaux-Inseln, die Kiriwina-Inseln (&#8220;Trobriand-Inseln&#8221;) und den Louisiade-Archipel. Der nördlichste Punkt liegt direkt am Äquator, auf der Insel Kabare, im Süden erstreckt sich der Kontinent bis zum Südostkap auf Tasmanien bei 43° Süd. Die Ost-West-Ausdehnung reicht vom Kap Byron am 153. Längengrad Ost bis zum Cape Inscription am 113. Längengrad Ost.</p>
<p>Mit einer Fläche von 8.500.000 km² ist der Kontinent fast so groß wie Europa. Die Landmasse von Australien ohne vorgelagerte Inseln beträgt etwa 7.600.000 km² und ist damit immer noch mehr als dreimal so groß wie die größte Insel der Erde, Grönland. Daher wird Australien nur selten als Insel bezeichnet, man findet auch die Bezeichnung Inselkontinent.</p>
<p><strong>Physische Geographie</strong><br />
Australien zeichnet sich durch sein trockenes, flaches Hinterland aus. Im Osten wird das flache Zentrum von der Great Dividing Range begrenzt, die mit dem Mount Kosciuszko eine Höhe von 2.228 Metern erreicht. Diese Gebirgskette zieht sich bis nach Victoria im Südosten. Im dünn besiedelten Westen des Kontinents befinden sich die australischen Wüsten, wie beispielsweise die Nullarbor-Wüste. Diese flachen Landschaften werden nur gelegentlich von Erhebungen wie den Macdonnell Ranges unterbrochen. Markantes Wahrzeichen des australischen Festlandes ist der Inselberg Uluṟu, der von den Aborigines als heilige Stätte betrachtet wird.</p>
<p>Im Gegensatz zum Rest des Kontinents befinden sich auf Neuguinea aufgrund der Kollision mit der Eurasischen Kontinentalplatte stark zerklüftete Gebirge. Eine etwa 200 km breite Gebirgskette durchzieht die gesamte Insel von West nach Ost. Hier befinden sich die höchsten Berge des Kontinents, der Puncak Jaya mit 4.884 m und der Mount Wilhelm mit 4.509 m.</p>
<p>Zu den bekanntesten Flüssen gehören beispielsweise der Darling River, Murray River, Snowy River und der Sepik River (Neu Guinea). Das Innere Australiens ist arm an Süßwasser-Reservoirs, große Salzseen wie Lake Eyre bestimmen die Landschaft. Lake Eyre stellt mit 15 m u.NN auch die tiefst gelegene Stelle Australiens dar.</p>
<p><strong>Klima</strong><br />
Der Kontinent nimmt drei Klimazonen ein: die tropische Zone (nördlich des Wendekreis des Steinbocks), die subtropische Zone (südlich des Wendekreis des Steinbocks) und die kühlgemäßigte Zone im äußersten Süden und auf Tasmanien.</p>
<p>Neuguinea im äußersten Norden ist ganzjährig starken tropischen Regenfällen ausgesetzt. Durchschnittstemperaturen an der Küste liegen hier meist bei etwa 27 °C. In den höheren Gebirgsregionen kann es jedoch auch zu Nachtfrost kommen, die höchsten Gipfel tragen Gletscher.</p>
<p>Im Bereich der Hauptlandmasse treten dagegen deutliche saisonale Klima-Unterschiede hervor. Wetterbestimmend sind hier hauptsächlich drei Phänomene, der tropische Tiefdruckgürtel, die Passatwindzone und die subpolaren Westwinde. Im Sommerhalbjahr von November bis April treten im Norden aufgrund eines Hitzetiefs starke Regenfälle auf. Zusätzlich kommt es über der Timorsee zu Wirbelstürmen. Südaustralien liegt zu dieser Zeit im subtropischen Hochdruckgürtel und bleibt weitgehend niederschlagsfrei. Im Winterhalbjahr, Mai bis Oktober, bleibt dagegen der Norden aufgrund eines Hochdruckgebiets trocken, Süden und Südwesten des Landes liegen in der Westwindzone und sind Niederschlägen ausgesetzt. Südostpassatwinde bringen den Gebirgen des Ostens ganzjährig Steigungsregen.</p>
<p>Das Zentrum des Landes bleibt ganzjährig weitgehend trocken, 80 Prozent der Fläche Australiens sind semiaride und aride Gebiete mit weniger als 250 mm Niederschlägen im Jahr.</p>
<p>Südaustralien ist das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs.</p>
<p><strong>Ökologie</strong><br />
Aufgrund seiner Größe und Lage existiert in Australien eine bemerkenswerte Vielfalt an Ökosystemen, von Wüsten, Halbwüsten, Steppen und Savannen, über den gemäßigten bis zum tropischen Regenwald. Diese werden durch zahlreiche australische Nationalparks und den Lorentz-Nationalpark in West-Neuguinea geschützt. Einen einzigartigen Lebensraum bildet das 2.012 km lange Great Barrier Reef. Dieses Korallenriff vor der Nordostküste Australiens wurde im Jahre 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.</p>
<p>Die biogeografische australische Region schließt auch die indonesischen Inseln östlich von Bali mit ein. Die Grenze zur orientalischen Zone wird dabei durch die Wallace-Linie gebildet. Durch die lange Isolation des Kontinents konnte sich hier eine Flora und Fauna etablieren, die weitgehend unbeeinflusst von evolutionären Entwicklungen auf anderen Kontinenten blieb. Alle rezenten Arten der Kloakentiere kommen nur in Australien und Neuguinea vor. Der Kontinent weist außerdem die weltweit höchste Diversität an Beutelsäugern auf. Besonderheiten der Vogelwelt sind beispielsweise die Paradiesvögel, eine auf die tropischen Regionen beschränkte Familie. Die Flora weist Ähnlichkeiten zu Florenelementen Südamerikas sowie zu Fossilfunden in der Antarktis auf, ein Hinweis auf die erst späte Trennung dieser Kontinente.</p>
<p>Vor allem auf dem australischen Festland gefährden durch den Menschen eingeführte Tierarten das ökologische Gleichgewicht. So haben Füchse, Katzen und Hunde zur Ausrottung mehrerer kleiner Beutelsäugerarten beigetragen, Huftiere zerstören den empfindlichen Boden und zur Jagd eingeführte Wildkaninchen konkurrieren erfolgreich mit den heimischen Pflanzenfressern.</p>
<p><strong>Bevölkerung</strong><br />
Der Kontinent Australien ist mit ungefähr 28,4 Millionen Einwohnern nach der Antarktis der bevölkerungsärmste.</p>
<p><strong>Indigene Bevölkerung</strong><br />
Die indigene Bevölkerung des Kontinents setzt sich aus den Aborigines und den Torres-Strait-Insulanern der Hauptlandmasse, den Papua sowie den melanesischen Völkern Neuguineas und der vorgelagerten Inseln zusammen. Diese Gruppen bilden jedoch keine einheitlichen Kulturen, sondern bilden eine Vielzahl von sprachlich und kulturell abgrenzbaren Einheiten. Namentlich die Bevölkerung Neuguineas gilt als eine der heterogensten der Welt. Während in Papua-Neuguinea weiterhin ein Großteil der Bevölkerung und auch in West-Papua noch fast die Hälfte der Einwohner indigenen Ursprungs ist, stellen die Aborigines nur noch knapp zwei Prozent der australischen Bevölkerung. Die Tasmanier wurden nach der Besiedlung durch die Europäer fast vollständig vernichtet.</p>
<p><strong>Einwanderung</strong><br />
Aufgrund der unterschiedlichen Kolonialgeschichte der australischen Regionen sind auch die Einwanderungsmuster sehr verschieden. So ist die Mehrheit der Bevölkerung des australischen Bundes britischstämmig, seit den 70er Jahren nimmt jedoch die Zuwanderung aus dem asiatischen Raum zu. In Papua-Neuguinea hat Einwanderung nie eine bedeutende Rolle gespielt, während das Transmigrasi-Programm der indonesischen Regierung zur Umsiedlung von etwa 1,2 Millionen Menschen, vor allem aus Sumatra und Java, nach West-Papua geführt hat.</p>
<p><strong>Sprachen</strong><br />
In Neuguinea sind weiterhin mehrere hundert Papua-Sprachen verbreitet, als Verkehrssprache hat sich hier jedoch Tok Pisin durchgesetzt. Amtssprache Australiens und Papua-Neuguineas ist Englisch, in West-Papua Bahasa Indonesia.</p>
<p><strong>Religion</strong><br />
Die Mehrheit der Bevölkerung gehört christlichen Religionsgemeinschaften an, vor allem in Papua-Neuguinea ist der Anteil mit 96 Prozent aufgrund erfolgreicher Missionierung sehr hoch. Die Ausübung des Glaubens erfolgt jedoch häufig in Kombination mit traditionellen Glaubensvorstellungen mit animistischem Hintergrund. In West-Papua stellen Muslime etwa 20 Prozent der Bevölkerung, vor allem indonesische Einwanderer.</p>
<p><strong>Besiedlung</strong><br />
Der australische Kontinent wurde vor mindestens 50.000 bis 60.000 Jahren von Südostasien aus besiedelt. Bis vor 35.000 Jahren hatte sich die Bevölkerung über die kontinuierliche Landverbindung bis nach Tasmanien ausgebreitet. Die ersten menschlichen Gemeinschaften besiedelten vermutlich die Küste. Vor etwa 30.000 Jahren entstanden dann auch die ersten Siedlungen im Hochland Neuguineas.</p>
<p><strong>Entdeckung</strong><br />
Schon im Altertum ist von einem südlichen Kontinent, wie Ptolemäus ihn im 1.und 2. Jh. n. Chr. als terra australis incognita (unbekanntes südliches Land) erwähnt, ausgegangen worden, als nötiges Gegengewicht zu Eurasien. Doch die Vorstellung, der Äquator sei eine Feuerbarriere, machte eine mögliche Entdeckung unmöglich. Nach seiner Entdeckung wurde Terra Australis Incognita zuerst in Terra Australis und schließlich Australien umbenannt.</p>
<p>Neuguinea war der erste Teil des Kontinents, der Anfang des 16. Jahrhunderts von europäischen Seefahrern gesichtet wurde. 1526 landete der Portugiese Jorge de Meneses durch Zufall auf der Insel. Von ihm stammt angeblich auch der Begriff Papua, malaiisch für kraus, als Anspielung auf das krause Haar der melanesischen Bevölkerung. Nach der Landung des Spaniers Íñigo Ortiz de Retez 1545 begann man mit dem Export von Edelhölzern und anderen Luxusgütern.</p>
<p>Der Hauptteil des Kontinents wurde im Jahr 1606 durch den Niederländer Willem Jansz entdeckt. In den folgenden Jahrzehnten strandeten weitere holländische Handelsschiffe an der australischen Küste, maßen dieser Entdeckung jedoch keine besondere Bedeutung bei. Im Jahre 1642 entschloss sich die Niederländische Ostindien-Kompanie jedoch zu einer geplanten Erforschung des Kontinents. Dabei entdeckte Abel Tasman das heutige Tasmanien. In einer Expedition unter Willem de Vlamingh ab 1696 wurden weite Teile der Westküste kartografiert. Da die Landschaft aber trocken und unfruchtbar wirkte, zeigten die Holländer kein Interesse, Australien zu kolonisieren.</p>
<p>Das Innenland Australiens, das sogenannte Outback, wurde erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts von den weißen Siedlern erforscht. Zu den frühen Entdeckern zählt Charles Sturt, der von 1828 bis 1830 das Flusssystem von Darling und Murray River erkundet. Andere Entdeckungsexpeditionen scheitern. So stirbt der Naturwissenschaftler Ludwig Leichhardt bei dem Versuch, den Kontinent von Ost nach West zu durchqueren. Erst ein Wettstreit zwischen den Kolonien Victoria und Melbourne führt schließlich zu erfolgreichen Expeditionen zur Durchquerung Australiens. Melbourne lobt 1859 für eine Durchquerung bis zur Nord- oder Nordwestküste 2000 Pfund aus, worauf Victoria 1860 6000 Pfund für eine eigene Expedition bereitstellt. Robert O&#8217;Hara Burke verlässt daraufhin am 20. August 1860 mit 26 Kamelen ausgerüstet Melbourne. Am 10. Februar 1861 muss Burke nur wenige Kilometer vor dem Gulf of Carpentaria umkehren. Burkes Konkurrent John McDouall Stuart hingegen gelingt als erstem Europäer in den Jahren 1860 bis 1862 die Durchquerung Australiens. Seine Route verläuft von Adelaide bis nach Port Darwin.</p>
<p><strong>Kolonisation</strong><br />
28. April des Jahres 1770 erreichte James Cook in der Botany Bay die fruchtbare Ostküste und nahm Teile des Landes als britische Kolonie New South Wales für England in Besitz. Diese war als Sträflingskolonie geplant, die ersten Schiffe mit Siedlern und Sträflingen trafen am 26. Januar 1788 in Sydney Cove ein. Bis 1836 werden weitere Kolonien gegründet, die das gesamte Australien, abgesehen von Neuguinea unter britische Kontrolle bringen.</p>
<p>1828 begann mit dem Erwerb der Halbinsel Vogelkop durch die Niederländer auch die Kolonisation Neuguineas. Den Rest der Insel teilten 1884 die Niederlande, Großbritannien und das Deutsche Reich unter sich auf. Der Westteil ging an die Niederlande, Großbritannien erhielt den Südosten, Deutschland den Nordosten. 1906 wurde der britische Teil an Australien übergeben, der deutsche Teil ging 1919 unter australische Kontrolle.</p>
<p><strong>Unabhängigkeitsbestrebungen</strong><br />
Zwischen 1855 und 1890 erhielten die einzelnen britischen Kolonien des Hauptkontinents das Privileg des Responsible Government und damit eine größere Unabhängigkeit vom britischen Empire. London behielt allerdings vorerst die Kontrolle über Außenpolitik, Verteidigung und Außenhandel. In den Kolonien beginnen die Planungen für einen Zusammenschluss der Einzelstaaten.</p>
<p>Am 1. Januar 1901 formierten sich die einst voneinander unabhängigen Kolonien des Festlands mit Tasmanien zum Commonwealth of Australia. Am 26. September 1907 erhält der Australische Bund mit dem Dominionstatus die nahezu vollständige Unabhängigkeit vom Mutterland Großbritannien. Damit konnte die Innenpolitik Australiens nach eigenen Wünschen gestaltet werden, während die Außenpolitik noch vorrangig vom britischen Foreign Office geführt wurde. Erst mit dem Statut von Westminster (1931) erhielt der Staat Australien formell seine vollständige Unabhängigkeit. So wurde z. B. der Erste Weltkrieg nicht von Australien erklärt, aber den Friedensvertrag von Versailles (1919) konnte es schon unterschreiben.</p>
<p>Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Norden Neuguineas von 1942 bis 1945 von Japan besetzt. Auch das australische Festland war in dieser Zeit von japanischer Invasion bedroht.</p>
<p>Indonesien, seit 1949 unabhängig, erhob Anspruch auf den Westteil Neuguineas, dieser blieb aber vorerst niederländisch. 1957 begannen die Niederlande und Australien Pläne für die Unabhängigkeit eines vereinigten Neuguineas in den 1970er Jahren zu entwickeln. 1961 wurde eine Versammlung in West-Neuguinea abgehalten und ein Parlament, der Nieuw Guinea Raad, eingeführt. Indonesien marschierte daraufhin ein und begann etwas später, die Papua aus Gebieten zu vertreiben, in denen Siedler aus Indonesien angesiedelt werden sollten. 1963 wurde West-Neuguinea offiziell indonesische Provinz. Trotz fortlaufender Autonomie-Bestrebungen erkennt Indonesien die Unabhängigkeit der Provinz bis heute nicht an. Der östliche Teil der Insel erhielt 1975 die vollständige Unabhängigkeit von Australien.</p>
<p><strong>Das Commonwealth of Australia</strong><br />
Australien trat dem 1920 gegründeten Völkerbund als Gründungsmitglied bei. Dies erlaubte es, dass ein Völkerbundsmandat für die ehemaligen deutschen Kolonien Kaiser-Wilhelms-Land, der nordöstlichen Teil Neuguineas, und dem Bismarck-Archipel an Australien ging. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Australien Mitglied im Commonwealth of Nations.</p>
<p>Australien war militärisch nicht nur an den beiden Weltkriegen, dem Korea-Krieg und dem Vietnam-Krieg beteiligt. Während des malaiischen Ausnahmezustandes (en:Malayan Emergency) (1948–1960) entsandte Australien 1955 Truppen. Auch bei der anschließenden indonesisch-malaysischen Konfrontation (1962–1966) waren ab 1965 auf malaysischen Wunsch australische Soldaten beteiligt.</p>
<p>Ein weiterer Truppeneinsatz von großer Bedeutung war 1999 die Teilnahme an der internationalen Friedenstruppe in Osttimor, die zur Unabhängigkeit Osttimors von Indonesien führte.</p>
<p><strong>Papua-Neuguinea</strong><br />
In der östlichsten Insel des Staates, Bougainville, entzündete sich 1988 durch eine abgelehnte Forderung nach Entschädigung für die von einer Kupfermine verursachten Umweltschäden ein Bürgerkrieg. Dabei sollen etwa 20.000 Menschen zu Tote gekommen sein. 1990 zog sich die Regierungsarmee zurück und verfügte eine Blockade der Insel. 1992 marschierten dann Regierungstruppen wieder ein, aber erst 1997 kam es zu einem Waffenstillstand und zu Verhandlungen, die 2001 mit einem Friedensabkommen erfolgreich beendet wurden.</p>
<p><strong>Bodenschätze</strong><br />
An Bodenschätzen finden sich Gold, Silber, Diamanten, Steinkohle, Eisenerz, Bauxit, Kupfer, Nickel, Zinn und Uran. Im Jahre 2002 waren 55 % aller Exporte des Staates Australien Rohstoffexporte, wobei Kohle mit 11,1 % das wichtigste Exportprodukt war. Für Papua-Neuguinea war der Rohstoffexport noch wichtiger, er belief sich auf 70 % bis 80 % der gesamten Exporte. Die wichtigsten Rohstoffprodukte waren Gold, Erdöl und Kupfer. In West-Neuguinea liegt die größte Kupfermine der Welt. Daneben gibt es noch Goldminen und speziell der illegale Holzhandel ist von großer wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung.</p>
<p><strong>Landwirtschaft</strong><br />
Ackerbau kann im Staat Australien nur an den Küsten betrieben werden, wobei selbst die besten Flächen, so z. B. die vorwiegend im Südosten liegenden Weinbau-Gebiete, gelegentlich künstlich bewässert werden müssen. Aus diesem Grund liegt der Hauptanteil der Landwirtschaft in der extensiven Viehhaltung.</p>
<p>Mit etwa 100 Millionen Hausschafen im Jahr 2003 werden 25 Prozent der Weltproduktion an Wolle in Australien erzeugt. Die Schafe weiden in den noch teilweise fruchtbaren Gebieten des Outback auf Farmen mit im Durchschnitt 3.000 Tieren, wobei einzelne Farmen auch über 100.000 Tiere beherbergen. Daneben ist auch die Produktion von Lammfleisch und Schaffleisch von wirtschaftlicher Bedeutung. Fast die gesamte Produktion an Merinowolle stammt heute vom australischen Merinoschaf. Die Landwirtschaften Papua-Neuguineas und West-Neuguinea sind hauptsächlich auf den lokalen Bedarf ausgerichtet.</p>
<p><strong>Politik</strong><br />
Elisabeth II. ist zurzeit Königin Australiens und damit das Staatsoberhaupt Australiens. Als ihre Vertretung gibt es einen Generalgouverneur und je einen Gouverneur für die sechs Staaten Australiens.</p>
<p>Neben den engen außenpolitischen Beziehungen, welche mit der Mitgliedschaft im Commonwealth of Nations verbunden sind, pflegt Australien intensive politische und militärische Kontakte mit den USA. Als Folge des Pazifikkrieges entstand 1952 das ANZUS-Abkommen. In diesem wurde militärische Unterstützung auf Gegenseitigkeit zwischen USA, Australien und Neuseeland vereinbart. Der erste Ernstfall waren die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA, was zur australischen Beteiligung mit anfänglich 2.000 Soldaten am Irak-Krieg und 300 Kommandosoldaten am Krieg in Afghanistan führte.</p>
<p>Die militärische Beteiligung Australiens an der indonesisch-malaysischen Konfrontation führte 1971 zur Gründung des Fünf-Mächte-Verteidigungsarrangement (FPDA) zwischen Großbritannien, Australien, Neuseeland, Malaysia und Singapur, welches vorsieht, dass die drei Erstgenannten den beiden südostasiatischen Staaten im Falle eines Angriffs zu Hilfe kommen. Seit 1997 führen die See- und Luftstreitkräfte der fünf Länder regelmäßig gemeinsame Manöver durch.[1]</p>
<p>Nach dem Anschlag von Bali 2002 und dem Terroranschlag auf die australische Botschaft 2004 in Jakarta verstärkte sich die Kooperation mit Indonesien in Sicherheitsfragen.</p>
<p>In der Handelspolitik vertritt Australien seine Interessen verstärkt zugunsten seiner exportorientierten Rohstoffindustrie. Dazu gehören beispielsweise die Nicht-Ratifizierung des Kyoto-Protokoll und die vielen Streitigkeiten mit der EU im Rahmen der Welthandelsorganisation. Auch durch die Mitgliedschaft in der APEC, die im pazifischen Raum eine Freihandelszone einrichten will, versucht Australien seine Interessen zu vertreten.</p>
<p>Zwischen Neuseeland und Australien besteht seit 1983 ein Freihandelsabkommen, Closer Economic Relations genannt, welches einen freien Arbeitsmarkt einschließt. Dadurch ist ein fast vollständig freier Markt von etwa 22 Millionen Menschen entstanden. Mit China spricht Australien über eine Freihandelszone, da so der chinesische Rohstoffbedarf und der australische Bedarf an günstigen Konsumgütern kostengünstig gedeckt werden könnte.</p>
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		<title>Europa</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 17:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Europa (griechisch Εὐρώπη, Eurṓpē) ist ein Erdteil, der sich über das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse erstreckt. Obwohl es geographisch gesehen ein Subkontinent ist, der mit Asien zusammen den Kontinent Eurasien bildet, wird es historisch und kulturell begründet meist als eigenständiger Kontinent betrachtet. Dies verweist darauf, dass sich der Begriff „Europa“ nicht in der geographischen [...]]]></description>
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<p>Europa (griechisch Εὐρώπη, Eurṓpē) ist ein Erdteil, der sich über das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse erstreckt. Obwohl es geographisch gesehen ein Subkontinent ist, der mit Asien zusammen den Kontinent Eurasien bildet, wird es historisch und kulturell begründet meist als eigenständiger Kontinent betrachtet. Dies verweist darauf, dass sich der Begriff „Europa“ nicht in der geographischen Definition erschöpft, sondern sich auch auf historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche und ideelle Aspekte bezieht.</p>
<p><strong>Name</strong><br />
Der Name „Europa“ lässt sich in Europa selbst am weitesten in Form der griechischen Εὐρώπη zurückverfolgen: Hier wurde Eurṓpē meist als Kompositum aus altgriechisch εὐρύς, eurýs, „weit“ und ὄψ, óps, „Sicht“, „Gesicht“ aufgefasst, daher Eurṓpē, „die [Frau] mit der weiten Sicht“.  <span id="more-847"></span></p>
<p>Der griechischen Sage nach war dies der Name einer phönizischen Königstochter, die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entführte und dort verführte. Dieser Name stammt nach Auffassung einiger Etymologen[2] aus einer semitischen Sprache und wurde dann gräzisiert, z. B. aus phönizisch erob, „dunkel“, „Abend“.</p>
<p><strong>Geographie</strong><br />
Europa hat im Osten gegenüber Asien keine eindeutige geographische oder geologische Grenze. Deshalb sind die ‚Grenzen Europas‘ eine Frage gesellschaftlicher Übereinkunft, eine geographische Definition Europas ist immer willkürlich. Nach einer bekannten Formulierung von Bernard-Henri Lévy ist Europa „kein Ort, sondern eine Idee“. Im Folgenden wird aus pragmatischen Gründen bezüglich der Grenze zwischen Europa und Asien die Definition von Philip Johan von Strahlenberg verwendet. Danach bilden Uralgebirge und -fluss die Ostgrenze Europas. Zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer verläuft die Grenzlinie nördlich des Kaukasusgebirges. (Davon abweichend bildet die Weltkugel rechts oben Europa gemäß der im englischen und französischen Raum bevorzugten Grenzziehung entlang des Kaukasus-Hauptkammes ab; Näheres dazu unter Innereurasische Grenze.)</p>
<p>Insgesamt hat Europa eine Fläche von etwa 10,5 Millionen Quadratkilometern und ist damit nach Australien der zweitkleinste Kontinent. Der nördlichste Punkt des europäischen Festlands liegt auf der Halbinsel Nordkinn in Norwegen, der südlichste ist die Punta de Tarifa in Spanien, der westlichste das Cabo da Roca in Portugal. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa 3800 Kilometer. In Ost-West-Richtung misst das europäische Festland etwa 6000 Kilometer, vom Uralgebirge in Russland bis zur Atlantikküste Portugals.</p>
<p><strong>Bevölkerung</strong><br />
Mit über 700 Millionen Einwohnern gehört Europa zu den dichter besiedelten Teilen der Erde. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt etwa 65 Einwohner/km². Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist die Bevölkerungsdichte relativ hoch, während sie weiter nach Norden und Osten stark abnimmt.</p>
<p><strong>Sprachen</strong><br />
Mehr als 90 Prozent der Einwohner Europas sprechen indogermanische Sprachen. Am weitesten verbreitet sind slawische, germanische und romanische Sprachen. Auch Griechisch, Albanisch, die baltischen und keltischen Sprachen sowie das Romani zählen zu den indogermanischen Sprachen.</p>
<p>Die uralischen Sprachen stellen die zweitgrößte Sprachfamilie Europas dar. Sie unterteilen sich weiter in die samojedischen Sprachen, die von einigen wenigen Tausend Menschen im äußersten Nordosten Europas gesprochen werden, und in die finno-ugrischen Sprachen. Hierzu zählen vor allem Finnisch, Ungarisch, Estnisch als Amtssprachen, ferner die in Lappland gesprochenen samischen Sprachen und einige Minderheitensprachen, vor allem in Russland.</p>
<p>Im europäischen Teil der Türkei ist mit Türkisch eine Turksprache Amts- und Titularsprache. Andere Turksprachen kommen als Minderheitensprachen in Ost- und Südosteuropa vor, so etwa das Gagausische und das Tatarische. Mit Kalmückisch wird am Ostrand des Kontinents auch ein Vertreter der mongolischen Sprachfamilie in Europa gesprochen.</p>
<p>Mit Maltesisch ist auf der Insel Malta zudem eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachen vertreten. Die in Spanien und Frankreich gesprochene baskische Sprache wird keiner größeren Sprachfamilie zugerechnet, ihr Ursprung konnte durch die moderne Sprachwissenschaft nicht rekonstruiert werden und ist nach wie vor unbekannt. Darüber hinaus werden heute in Europa zahlreiche weitere Sprachen aus anderen Sprachfamilien gesprochen, die durch Einwanderer in jüngerer Zeit hierher gelangt sind.</p>
<p>Bezogen auf die Zahl der Bewohner ist in Europa das lateinische Alphabet am gebräuchlichsten, gefolgt von dem kyrillischen Alphabet (in Russland, Weißrussland, der Ukraine, Bulgarien, Serbien, Montenegro, Mazedonien und Teilen Bosniens und der Herzegowina) und dem griechischen Alphabet. Die lateinische Sprache hat durch die römisch-katholische Kirche bis in die Neuzeit als Schrift des Kontinents überleben können.</p>
<p><strong>Religionen</strong><br />
Das Christentum und der Islam sind die am weitesten in Europa verbreiteten Religionen.</p>
<p>Etwa 75 % der Europäer sind Christen (vor allem katholisch, protestantisch, orthodox).[3]</p>
<p>Zwischen 35 und 53 Millionen, also bis zu 8 % sind Muslime, wobei die meisten Muslime in den europäischen Teilen Russlands (25 Millionen) leben, daneben im europäischen Gebiet der Türkei (5,9 Millionen), Bosnien-Herzegowina (2,2 Millionen), Albanien (1,4–2,5 Millionen[4]), sowie muslimische Einwanderer und deren Nachkommen in Frankreich (5,5 Millionen), Deutschland (über 4 Millionen), im Vereinigten Königreich (1,8 Millionen) und Italien (1 Million).</p>
<p>Weniger als 1 % der europäischen Bevölkerung sind Juden (knapp 2 Mio.). Andere Religionen (Hinduismus, Buddhismus etc.) sind ebenfalls mit weniger als 1 % vertreten.</p>
<p>Etwa 17 % der Europäer sind konfessionslos, besonders in Estland, Tschechien, den Niederlanden, Russland und Ostdeutschland, sonst v.a. in den Städten.</p>
<p>Die alleinige Konfessionszugehörigkeit sagt jedoch wenig über den tatsächlichen Grad der Religiosität in einem Land aus. Nach der European Values Study bezeichneten sich ca. ein Drittel der Europäer als unreligiös, 5 % als überzeugte Atheisten.</p>
<p>In Russland, dem flächengrößten und bevölkerungsreichsten Staat Europas (der europäische Teil Russlands hat über 100 Mio. Einwohner) sind über 50 % Christen, mindestens 30 % Atheisten bzw. konfessionslos und etwa 14 % Muslime.</p>
<p>Im Vergleich dazu hat Deutschland mit über 80 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Bevölkerungszahl. Fast 65 % sind Christen, etwa 5 % Muslime, der Rest vor allem Atheisten und Konfessionslose. Im Osten Deutschlands allerdings machen Atheisten bis zu 70 % aus.</p>
<p>Das Christentum erreichte Europa erstmals im 1. Jahrhundert nach Chr. Der Islam breitete sich im 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel aus, wurde aber im Zuge der „Reconquista“ vom 13. bis zum 15. Jahrhundert wieder verdrängt. Europäer verbreiteten das Christentum durch Einwanderung und Mission in Amerika, Australien und in geringerem Maße auch auf anderen Kontinenten (Teile Südostasiens, Afrikas und Ozeaniens). Heute ist Europa weitgehend säkularisiert.</p>
<p>Die römisch-katholische Kirche hat seit 1964 sechs Heilige zu Patronen Europas ernannt</p>
<p><strong>Bildung und Kultur</strong><br />
In allen Staaten Europas gibt es eine Schulpflicht oder mindestens eine Bildungspflicht, die oft vom 6. oder 7. bis zum 15. oder 16. Lebensjahr dauert. Die Grundschulzeit beträgt in den meisten Ländern vier bis fünf – in wenigen Staaten auch sieben oder acht Jahre. Danach folgt meist eine weiterführende Schule, die auch verschiedene Schultypen und -arten umfassen kann. Die Analphabetenrate ist in fast allen Ländern durch verschiedene Förderungen des Bildungssystems sehr niedrig. In vielen Ländern gibt es außerdem renommierte Hochschulen und Universitäten, teilweise auch mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten.</p>
<p>Bildhauerei, Malerei, Literatur, Architektur und Musik haben in Europa eine lange Tradition. Viele Städte, wie beispielsweise Paris, Wien, Rom, Berlin und Moskau werden heute als kulturelle Zentren betrachtet. Außerdem besitzen viele Städte wichtige Theater, Museen, Orchester und weitere bedeutende Einrichtungen.</p>
<p><strong>Geschichte</strong><br />
Älteste Nachweise von Vertretern der Gattung Homo stammen derzeit aus der Sierra de Atapuerca in Spanien und sind bis zu 1,2 Mio. Jahre alt.Noch ältere Fossilfunde aus Georgien (außerhalb der heute gültigen Grenzen Europas) sind 1,8 Mio. Jahre alt und werden als „Homo georgicus“ bezeichnet. Im nordalpinen Europa beginnt der älteste Besiedlungshorizont mit Homo heidelbergensis vor ca. 600.000 Jahren. Erst vor ca. 40.000 Jahren gelangte Homo sapiens nach Europa (vgl. Ausbreitung des Menschen) und ersetzte nach und nach den Neandertaler. Mit der Jungsteinzeit und der Bronzezeit begann in Europa eine lange Geschichte großer kultureller und wirtschaftlicher Errungenschaften, zunächst im Mittelmeerraum, dann auch im Norden und Osten.</p>
<p>Konstantin der Große mit dem Stadtmodell KonstantinopelsBesonders die griechische Kultur, das Römische Reich und das Christentum hinterließen bis heute ihre Spuren. In der Antike vereinigte das Römische Reich zur Zeit des Augustus erstmals das gesamte südliche Europa zusammen mit den anderen Küstenländern des Mittelmeerraums in einem Großreich. Im Römischen Reich konnte sich die neue Religion des Christentums schnell ausbreiten. Trotz aller Verfolgungen wurde das Christentum in der Spätantike von Konstantin dem Großen gefördert (Konstantinische Wende) und unter Kaiser Theodosius I. zur Staatsreligion erhoben – eine Entwicklung, die bis heute fortwirkt. Mit dem Ende der Antike brach im Westen das Imperium Romanum zusammen, bestand im Osten jedoch als (immer mehr griechisch geprägtes) Byzantinisches Reich bis 1453 fort. In dieser Zeit drängten mit der Völkerwanderung eine Vielzahl von meist germanischen Stämmen (Angelsachsen, Franken, Goten u.a.) in das westliche Europa und bildeten den Grundstein für zukünftige Nationen (England, Frankreich, Spanien).</p>
<p>Das Mittelalter war unter anderem geprägt von der Konkurrenz zwischen dem neuen römischen Kaiser im Westen (siehe Römisch-deutscher Kaiser) und dem byzantinischen Kaiser in Konstantinopel (Zweikaiserproblem), auf deren beider Einflusssphären die Spaltung in ein westliches und östliches Europa zurückgeht. Missionare verbreiteten das Christentum seit dem Frühmittelalter über Nord- und Osteuropa, so dass ganz Europa im Spätmittelalter christlich wurde. Im westlichen Europa gab es jedoch seit dem Investiturstreit im 11. Jahrhundert Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst um die Vorherrschaft. Im Zeitalter der Renaissance entdeckte man im lateinischen Westen das„ Wissen der Antike“ wieder, was teils einen kulturellen Aufschwung bewirkte. Die Reformation im 16. Jahrhundert spaltete die westliche Kirche (mit der orthodoxen Kirche war es bereits im Jahr 1054 zum Bruch gekommen) in einen katholischen und evangelischen Teil. Religionskriege waren die Folge. 1618 bis 1648 verwüstete der Dreißigjährige Krieg weite Teile Mitteleuropas.</p>
<p>Seit dem 15. Jahrhundert bauten europäische Nationen (besonders Spanien, Portugal, Russland, die Niederlande, Frankreich und das Vereinigte Königreich) koloniale Imperien mit großen Besitztümern auf allen anderen Kontinenten auf. Europa ist der Kontinent, der die anderen Erdteile am meisten beeinflusst hat (zum Beispiel durch christliche Missionierung, Kolonien, Sklavenhandel, Warenaustausch und Kultur).</p>
<p>Im 18. Jahrhundert setzte die Bewegung der Aufklärung neue Akzente und forderte Toleranz, die Achtung der Menschenwürde, Gleichheit und Freiheit. In Frankreich kam 1789 durch die Französische Revolution das Bürgertum zur Macht. Im frühen 19. Jahrhundert musste sich halb Europa nach dem Willen des nach der Revolutionszeit zur Macht gekommenen französischen Kaisers Napoleon richten, bis er 1812 in Russland ein Fiasko erlebte. Die konservativen Siegermächte versuchten darauf im Rahmen des Wiener Kongresses die vorrevolutionären Zustände wieder herzustellen, was nur vorübergehend gelang. Die Industrialisierung begann in Teilen Europas im 18. Jahrhundert und veränderte rasant den Alltag breiter Bevölkerungsschichten. Als Folge der Verarmung der Arbeiter entstand im 19. Jahrhundert die kommunistische Bewegung. Daneben war das 19. Jahrhundert stark bestimmt von der Verbreitung demokratischer Ideen und Systeme, der konservativen Reaktion darauf und dem mit ungezügeltem Nationalismus einhergehenden Imperialismus der Großmächte. Sowohl der Erste Weltkrieg (1914 bis 1918) als auch der Zweite Weltkrieg (1939 bis 1945) brachen in Europa aus und richteten riesige Zerstörungen an. Rund 60 Millionen Menschen verloren in Letzterem ihr Leben; geschätzte sechs Millionen davon waren Juden, welche die Nationalsozialisten in ihrem Rassenwahn, wie auch Homosexuelle und „Zigeuner“, auszurotten versuchten.</p>
<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg war Europa in zwei große politisch-ökonomische Blöcke geteilt: sozialistische Nationen in Osteuropa und kapitalistische Nationen in Westeuropa. Man sprach auch vom Eisernen Vorhang, der die Staaten Europas voneinander trennte. Dazwischen gab es einige neutrale Staaten. Erst Perestroika und Glasnost führten in der Sowjetunion Mitte der 1980er Jahre zu einem politischen Kurswechsel. 1989 brach der Ostblock auf, die Berliner Mauer fiel, die Sowjetunion und der Warschauer Pakt lösten sich auf.</p>
<p>Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wachsen die Kulturen Europas verstärkt zusammen, was sich zum einen durch Institutionen wie die EU, aber auch durch die Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte zeigt.</p>
<p><strong>Politik</strong><br />
In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde als erste gemeinsame europäische Institution der Europarat gegründet, der nach Ende des Ost-West-Konfliktes 47 Staaten umfasst. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die 1975 als Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) damals blockübergreifend gegründet wurde, und der neben europäischen Ländern auch die USA und Kanada angehören.</p>
<p>1951 schlossen sich Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Deutschland, Italien und Frankreich zur Montanunion bzw. EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) zusammen. Der Versuch, eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) sowie eine Europäische Politische Gemeinschaft (EPG) zu gründen, scheiterte 1954 an der französischen Nationalversammlung. Daraufhin wurden 1957 mit den Römischen Verträgen die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) sowie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gegründet. Ab dem Fusionsvertrag 1967 teilten sich die drei Europäische Gemeinschaften (EGKS, Euratom und EWG) gemeinsame Institutionen. Mit dem Vertrag von Maastricht 1993 wurde die EWG in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt und außerdem die Europäische Union gegründet, die die drei Gemeinschaften umfasste sowie um zwei intergouvernementale Politikbereiche die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und die Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres erweiterte. 2002 wurde die EGKS aufgelöst und ihre Funktionen von der EG übernommen; durch den Vertrag von Lissabon ging schließlich die EG vollständig in der EU auf. Nach der Ost-Erweiterung in den Jahren 2004 und 2007 zählt diese 27 Mitglieder.</p>
<p>Ein Großteil der Mitgliedstaaten der ebenfalls in den 1950er Jahren gegründeten Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) ist mittlerweile in die EU übergetreten, nur noch Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein sind Mitglieder. Die EFTA ist anders als die EU eine reine Freihandelszone ohne supranationale Entscheidungsbefugnisse.</p>
<p>In militärischer Hinsicht ist die NATO (Nordatlantikvertrag-Organisation) in Europa von großer Bedeutung. Sie wurde 1949 aufgrund der sich abzeichnenden Differenzen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zwischen den Westalliierten und der UdSSR gegründet. Neben den 23 europäischen Mitgliedern sind auch die USA, Kanada und die Türkei Mitglieder der NATO.</p>
<p><strong>Wirtschaft</strong><br />
Im 19. Jahrhundert war Europa durch die in England beginnende und auf den ganzen Kontinent übergreifende Industrielle Revolution konkurrenzlos die führende Wirtschaftskraft. Später brachten verschiedene internationale Einrichtungen und Organisationen, wie die EFTA (Europäische Freihandelszone) und die Europäische Gemeinschaft -der heutigen EU- einen Wachstumsschub, der in vielen Teilen Europas bis in die 1970er und teilweise in die 1980er anhielt. Die Versorgung der Bevölkerung Europas konnte durch die Verringerung von Handelsbeschränkungen ebenfalls weiter ausgebaut werden. Momentan erlebt Osteuropa einen Wirtschaftsboom, und schließt zu den Westeuropäischen Staaten auf. Besonders hoch ist das Wachstum zurzeit [2006] in den EU-Staaten Lettland, Estland, Litauen und der Slowakei, mit zum Teil zweistelligen Wachstumsraten.</p>
<p>Mit dem Maastricht-Vertrag bildeten zunächst 12 Staaten der EU ab 1999 eine Währungsunion. Ab dem 1. Januar 2002 wurden Euro-Geldscheine und -münzen eingeführt. Heute ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel in 17 EU-Staaten und sechs weiteren europäischen Staaten.</p>
<p>Heute ist Europa ein wohlhabender Kontinent mit großen Industriemetropolen, ertragreicher Landwirtschaft und einem wachsenden Dienstleistungssektor. Dennoch ist seit den 1970er Jahren Arbeitslosigkeit ein weit verbreitetes Problem in vielen europäischen Staaten. Die Industrie und die Dienstleistung konzentrieren sich vor allem auf die Ballungsgebiete. In den meisten Staaten Europas ist das Problem nicht mehr der Mangel an Nahrungsmitteln, sondern die Überproduktion und die Fettleibigkeit. Ausfuhrgüter sind vor allem Maschinen, Stahl, Computerbedarf und Autos. Einfuhrgüter sind unter anderem Kakao, Tee, Kautschuk, Erdöl, Erdgas und Erze.</p>
<p><strong>Klima</strong><br />
Der Kontinent liegt hauptsächlich in den gemäßigten Breiten. Das Klima ist in Europa im Vergleich mit Gebieten gleicher geographischer Breite in anderen Erdteilen wegen des Einflusses des relativ warmen Golfstroms milder. Die durchschnittliche Jahrestemperatur von Bordeaux beträgt beispielsweise 12,8 °C, während das auf nahezu gleicher Breite liegende kanadische Halifax (Nova Scotia) nur 6,3 °C erreicht.</p>
<p>In großen Teilen Westeuropas stehen milden Wintern kühle Sommer gegenüber. In Gebieten, die weit vom Meer, also auch von dessen klimatisch ausgleichenden Einfluss entfernt liegen, sind die Temperaturunterschiede in verschiedenen Jahreszeiten stärker. In den größten Teilen Osteuropas ist das Klima durch das Fehlen des Meeres in unmittelbarer Nähe vorwiegend kontinental geprägt. Kalte Winter und heiße Sommer sind in diesen Regionen vorherrschend.</p>
<p>Durch die Erdrotation und die damit verbundene ablenkende Kraft kommen Winde hauptsächlich aus westlicher Richtung. Da in den Küstengebieten Westeuropas deswegen Winde vornehmlich vom Atlantischen Ozean wehen, kommt es fast ganzjährig zu Regen. In Ost- und Mitteleuropa ist die Niederschlagsmenge dagegen vergleichsweise gering, da wiederum der Einfluss des Meeres auf diese Regionen zu gering ausfällt. Gebirge beeinflussen die Niederschlagsmenge ebenfalls stark. So zählen Teile der nordwestlichen Alpen zu den niederschlagsreichsten Gebieten Europas, während zentrale Alpentäler vergleichsweise trocken sind. Die Alpen wirken in diesem Fall als Barriere für Regenfronten.</p>
<p>In Gebieten nahe dem Mittelmeer herrscht überwiegend mediterranes Klima, das heißt trockene und heiße Sommer, während es im Winter mild und feucht ist. Im Sommer gibt es vorwiegend Winde aus nördlicher Richtung, im Winter bringen westliche Winde aus Richtung des Atlantischen Ozeans dagegen häufigen Niederschlag mit. Im Norden Europas herrscht arktisches Klima, im Südosten an der Wolga dagegen Kontinentalklima mit heißen Sommern und geringem Niederschlag. So kann es z. B. auch sein, dass in Lappland noch Schnee liegt, während in Sizilien über Sommerhitze geklagt wird, es auf den Shetlandinseln andauernd regnet und Andalusien von jahrelanger Trockenheit geplagt wird.</p>
<p><strong>Flora und Fauna</strong><br />
Die Vegetation in Europa lässt sich anhand des Klimas grob in vier Zonen einteilen: arktisch, boreal, gemäßigt und mediterran. Durch Jahrtausende lange Nutzung ist die ursprüngliche Vegetation Europas in der gemäßigten und mediterrane Zone bis auf winzige Reste vernichtet. Im Norden Europas sind in der arktischen Tundra nur Sträucher, Moose und Flechten zu finden. Weiter südlich schließen sich in Skandinavien und dem nördlichen Russland boreale Nadelwälder an (vorwiegend aus Fichten und Kiefern), in die ausgedehnte Moore eingebettet sind. In der gemäßigten Zone würden zwischen dem Atlantischen Ozean und den Karpaten unter natürlichen Bedingungen vor allem durch Rotbuchen geprägte Laubwälder wachsen, in den wärmsten Tieflagen auch solche mit sommergrünen Eichen und Hainbuchen. Östlich vom Verbreitungsgebiet der Rotbuche, etwa ab der Weichsel und dem Dnjestr bis zum südlichen Ural, wären Mischwälder ausgebildet, in denen Stieleiche, Winter-Linde, Waldkiefer und – im Übergang zur nördlich anschließenden Nadelwaldzone – die Fichte die wichtigste Rolle spielen. Nach Süden schließt an diese Mischwaldzone nördlich vom Schwarzen Meer eine Region an, in der unter natürlichen Bedingungen Steppenvegetation ausgebildet wäre.</p>
<p>Auch der Mittelmeerraum war ursprünglich weitgehend bewaldet. Dort wäre die Vegetation ohne menschliche Einwirkung von mediterranen Hartlaubwald geprägt, der von immergrünen Eichenarten (v.a. Steineiche) beherrscht wird, in den südlichsten und wärmsten Lagen auch mit starker Beteiligung von Olivenbäumen, Pistazien und Kiefern. In den kühleren Lagen des Mittelmeergebiets spielen aber auch verschiedene sommergrüne Eichenarten, etwa die Flaumeiche, eine große Rolle. In den mittleren und höheren Lagen der Gebirge ist die ursprüngliche Vegetation besser erhalten als in den Tieflagen. Hier sind auf relativ kleinem Raum mehrere einander überlagernde Höhenstufen ausgebildet, wobei in Abhängigkeit vom Klima die einzelnen Komponenten einer solchen Höhenstufenzonierung sehr unterschiedlich sein können. In den Bergwäldern der mittleren oberen Höhenlagen sind neben der Rotbuche vor allem Tannen- und Kiefernarten, in den nördlicheren Gebirgen auch Fichte und Lärche von Bedeutung. Oberhalb der Waldgrenze sind in den Gebirgen Zwergstrauchheiden, alpine Rasen, und im Mittelmeerraum auch Dornpolstervegetation zu finden. Nach oben zu wird die geschlossene Vegetation von einzeln wachsenden Fels- und Schuttpflanzen abgelöst.</p>
<p>Heute ist der größte Teil Europas durch agrarische Nutzung geprägt, die verbliebenen Wälder werden intensiv forstlich genutzt. Geringer vom Menschen beeinflusste Bereiche gibt es vor allem in den höheren Lagen der Gebirge.</p>
<p>Große Raubtiere wie Bär, Wolf oder Luchs sind nur noch im Norden oder Osten in größeren Beständen zu finden. Im äußersten Norden und Osten Europas kommen Rentiere und Elche noch relativ häufig vor. Nach seiner Ausrottung wurde der Wisent aus Zoobeständen wieder in Osteuropa ausgewildert. Rothirsch, Reh und Wildschwein findet man in den meisten Regionen Europas. Eine typisch europäische Großtierart ist die Gämse, die außerhalb der europäischen Gebirge nur in Kleinasien und den asiatischen Teilen des Kaukasus verbreitet ist. In Alpen, Pyrenäen und im Kaukasus leben verschiedene Arten des Steinbocks. Die Saigaantilope war noch im Mittelalter bis in die Ukraine verbreitet, heute ist sie in Europa auf Gebiete am Unterlauf der Wolga beschränkt. Viele Arten sind schon vor Jahrhunderten ausgerottet worden (Ur, Tarpan). Auch der Bestand an Greifvögeln, wie Steinadler, Seeadler und Gänsegeier ist in den letzten Jahrhunderten stark dezimiert worden. Nur in Südeuropa gibt es aufgrund des warmen Klimas eine größere Artenzahl an Eidechsen, Schlangen und Schildkröten. An der Küste leben Seehunde und andere Robbenarten. In den nördlichen Meeren sind die bekanntesten Wale Schwertwal und Schweinswal, im Mittelmeer verschiedene Delfinarten. Die bekanntesten Salzwasserfische sind Heringe und verschiedene Thunfischarten.</p>
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		<title>A&amp;O Hotelpartner beim Morgenpost Dresden-Marathon</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 15:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heike Martyniak</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in diesem Jahr ist A&#038;O HOTELS and HOSTELS Hotelpartner für den Morgenpost Dresden-Marathon am 23. Oktober 2011. &#8220;Alle Läuferinnen und Läufer, die im A&#038;O Dresden Hauptbahnhof übernachten, bekommen ein besonders vitaminreiches Frühstück mit Müsli, Bananen und Äpfeln satt schon ab 6 Uhr morgens. Außerdem stellen wir unseren Gäste Duschzimmer nach dem Lauf zur Verfügung, [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<table cellspacing="8" cellpadding="2" width="95%" border="0">
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<p>Auch in diesem Jahr ist A&#038;O HOTELS and HOSTELS Hotelpartner für den Morgenpost Dresden-Marathon am 23. Oktober 2011. &#8220;Alle Läuferinnen und Läufer, die im A&#038;O Dresden Hauptbahnhof übernachten, bekommen ein besonders vitaminreiches Frühstück mit Müsli, Bananen und Äpfeln satt schon ab 6 Uhr morgens. Außerdem stellen wir unseren Gäste Duschzimmer nach dem Lauf zur Verfügung, auch wenn sie schon ausgecheckt haben&#8221;, sagt Oliver Winter, General Manager bei A&#038;O HOTELS and HOSTELS. <br />
Viele der A&#038;O Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in Dresden mit am Start sein, auch die Geschäftsleitung läuft mit. Da viele Gäste der Hostelgruppe ihre Zeit auf Reisen gerne fürs Laufen nutzen, hat A&#038;O unter www.bettundbanane.deeine Extra-Webseite zu diesem Sport aufgebaut. Hier bekommen Laufinteressierte Infos zu Trainingsmöglichkeiten rund um die Häuser von A&#038;O und aktuelle Termine für ihren Sport. Weitere Informationen zu A&#038;O finden interessierte Leserinnen und Leser unter www.aohostels.comund unter Free Call 0800 &#8211; 222 67 14. <br />  <span id="more-845"></span></p>
<p>Kontakt:<br />
<img src="http://www.pr-gateway.de/components/com_gateway/adress.php?e=NzA3MTc=" /></p>
</td>
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<td align="right" colspan="2"><img border="0" width="1" height="1" src="http://api.pr-gateway.de/tkg/image.php?apikey=vC3o9Lfm8h1rHANRbIrd&amp;mid=70717" /></td>
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